Dinner mit Trump
Debatte über Sicherheitslücken nach Angriff in Washington

Für die Sicherheit der Veranstaltung waren unter anderem Agenten des Secret Services zuständig. | Foto: Tom Brenner/AP/dpa
  • Für die Sicherheit der Veranstaltung waren unter anderem Agenten des Secret Services zuständig.
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Washington (dpa/ak) – Nach den Schüssen bei einem Gala-Dinner mit Präsident Donald Trump in Washington wird das Sicherheitskonzept der Veranstaltung intensiv diskutiert. Der Angriff, bei dem ein schwer bewaffneter Mann einen Kontrollpunkt des Secret Service durchbrach, hat inzwischen auch den US-Kongress auf den Plan gerufen. Der Verdächtige, ein 31-Jähriger aus Kalifornien, soll noch heute einem Haftrichter vorgeführt werden.

Nach übereinstimmenden Medienberichten war die Veranstaltung nicht mit jener Sicherheitsstufe eingestuft worden, die bei Treffen hochrangiger Regierungsmitglieder sonst üblich ist. Dadurch seien weniger Ressourcen eingesetzt worden. Senator Chuck Grassley kündigte eine Anhörung an, um sich vom Secret Service über die Abläufe informieren zu lassen.

Im Saal befanden sich neben Trump auch Vizepräsident JD Vance, Außenminister Marco Rubio, Verteidigungsminister Pete Hegseth und weitere Kabinettsmitglieder. Auch Mike Johnson, Vorsitzender des Repräsentantenhauses, nahm teil. Kritik an den Vorkehrungen kam unter anderem von der Aktivistin Kari Lake, die auf der Plattform X von „praktisch keiner Sicherheit“ sprach.

Der Angreifer soll sich laut Medienberichten in einem Manifest selbst über die aus seiner Sicht lockeren Standards gewundert haben. Tatsächlich wurden die Gäste erst unmittelbar vor dem Ballsaal kontrolliert und nicht bereits beim Betreten des Hotels. Der geschäftsführende Justizminister Todd Blanche verteidigte das Vorgehen und erklärte, der Angreifer sei kaum über die Schleuse hinausgekommen.

Dem Mann werden unter anderem der Einsatz einer Schusswaffe bei einer Gewalttat und ein tätlicher Angriff auf einen Bundesbeamten vorgeworfen. Weitere Anklagepunkte könnten folgen. Das Motiv ist weiterhin unklar. Trump verwies auf antichristliche Aussagen im Manifest, während Blanche lediglich erklärte, der Schütze habe es vermutlich auf Regierungsmitglieder abgesehen.

Der Vorfall ruft Erinnerungen an das Attentat auf Ronald Reagan vor 45 Jahren wach, das ebenfalls im Hilton verübt wurde. Auch Trump war in der Vergangenheit mehrfach Ziel von Angriffen, zuletzt im Sommer 2024, als er bei einer Wahlkampfveranstaltung in Pennsylvania leicht verletzt wurde und ein Besucher ums Leben kam.

Autor:

Arthur Kreklau aus Fürth

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