Trockenes Aprilende
Waldbrandgefahr in Bayern nimmt deutlich zu
- Aufgrund erhöhter Waldbrandgefahr plant die Niederbayerische Regierung in dieser Woche sechs Flüge zur Luftbeobachtung. (Symbolbild)
- Foto: Pia Bayer/dpa
- hochgeladen von Arthur Kreklau
Bayern (dpa/lby/ak) – Das milde Frühlingswetter sorgt in Bayern für freundliche Tage – und zugleich für wachsende Sorgen in den Wäldern. Weil Regen vielerorts seit Wochen ausbleibt, steigt die Gefahr von Bränden spürbar an. Für Donnerstag erwartet der Deutsche Wetterdienst (DWD) an mehreren Orten sogar die höchste Warnstufe.
Besonders betroffen ist Unterfranken. In Lohr am Main gilt seit Montag ein Verbot für offenes Feuer im gesamten Stadtgebiet, wie die Verwaltung mitteilt. Selbst Grablichter fallen darunter. Auch in Niederbayern reagiert man auf die Trockenheit: Zwischen Dienstag und Freitag sind sechs Flüge zur Luftbeobachtung geplant. Die Maschinen starten unter anderem in Vilshofen und an der Landshuter Ellermühle. Ziel ist es, mögliche Brände frühzeitig zu entdecken – vor allem in den gefährdeten Nachmittagsstunden.
Dass die Vorsicht berechtigt ist, zeigte ein Feuer im Landkreis Passau. Dort brannte am Montagabend ein abgelegener Forst bei Ortenburg. Die Feuerwehr konnte die Flammen rasch eindämmen, betroffen war eine Fläche von der Größe eines Fußballfeldes. Der Schaden liegt nach ersten Schätzungen im unteren fünfstelligen Bereich. Die Polizei ermittelt und erinnert an die bekannten Regeln: kein Rauchen im Wald, kein offenes Feuer und keine Glasscherben, die Sonnenlicht bündeln könnten. Auch im mittelfränkischen Ansbach musste die Feuerwehr ausrücken, nachdem dort rund 5.000 Quadratmeter Wald in Brand geraten waren.
Nach Angaben des Waldbrand-Gefahrenindex wird die höchste Stufe am Donnerstag an mehreren Orten erwartet – in Oberbayern etwa in Eichstätt, Trostberg und Amerang, in Schwaben in Harburg, Günzburg und auf dem Lechfeld. In Niederbayern zählt Saldenburg zu den besonders gefährdeten Regionen.
Der Grund für die angespannte Lage liegt im ausbleibenden Niederschlag. Während im Norden des Freistaats viel Sonne und Temperaturen über 20 Grad vorhergesagt sind, bleibt es auch im Süden meist freundlich. Nur in den Alpen sind Regen und einzelne Gewitter möglich. Wer angesichts des warmen Wetters zum Grillen einlädt, sollte daher besonders umsichtig sein.
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