Erlangen wird weiterer Schaeffler-Standort

ERLANGEN (pm/mue) - Die Schaeffler AG mit Sitz in Herzogenaurach will im Laufe des nächsten Jahres die Bereiche Sondermaschinenbau, den Prüfanlagenbau und Teile der Versuchsabteilung nach Frauenaurach verlagern, wo Platz für bis zu 850 Arbeitsplätze vorhanden sei. Darüber informierte die Stadtverwaltung.


„Dass ein Weltunternehmen wie Schaeffler in der Region investiert und expandiert, ist ein starkes Signal für den Wirtschaftsstandort Deutschland und eine weitere Aufwertung der Wirtschaftsregion Erlangen und Erlangen-Höchstadt im Besonderen“, kommentierte Oberbürgermeister Dr. Florian Janik die Ansiedlungsabsichten und unterstreicht: „Das ehemalige Coca-Cola-Gelände in Frauenaurach bietet in Verbindung mit einer Liegenschaft, die bereits im Besitz von Schaeffler ist, einen hervorragenden Standort für die Expansion. Herzogenaurach und Erlangen werden so noch weiter vernetzt.“ Die Verknüpfung beider Städte durch ein modernes, leistungsfähiges und umweltverträgliches Nahverkehrssystem, wie es mit der Stadt-Umland-Bahn (StUB) geplant sei, gewinne deshalb nochmals an Bedeutung. Dies wiederum relativiert die Erlanger Mittelstandsunion, die in einer Presseerklärung feststellt: „Mit Blick auf die durch OB Janik angesprochene Bedeutung eines modernen, leistungsfähigen und umweltverträglichen Nahverkehrssystems ist (...) festzuhalten, dass die Stadt-Umland-Bahn wohl ca. 3 km nördlich von dem neuen Schaeffler-Standort vorbeifahren wird und daher dieses Areal gerade nicht wird erschließen können.“ Ein modernes und umweltverträgliches Bus-System hingegen, so heißt es weiter, wäre flexibel und könne den Standort mit seinen 850 Arbeitsplätzen bereits sehr kurzfristig anbinden. Dies zeige „... sehr anschaulich den Systemnachteil einer Schienenbindung und einer zu frühen Festlegung auf die StUB.“

Autor:

Uwe Müller aus Nürnberg

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