Edle Stickereien in Ebermannstadt

Hier wird eine Trachtenschürze aus der Fränkischen Schweiz bestickt. Foto: Roland Rosenbauer
  • Hier wird eine Trachtenschürze aus der Fränkischen Schweiz bestickt. Foto: Roland Rosenbauer
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EBERMANNSTADT (rr) – Am Sonntag, 5. März, um 14.00 Uhr eröffnet das Heimatmuseum Ebermannstadt, Bahnhofstraße 5, mit der Sonderausstellung „Trachten und Stickereien aus Franken und Schlesien“ die neue Saison.


Zusammengestellt wurde die Ausstellung von Anneliese Woschke von der Schlesischen Landsmannschaft und Dagmar Rosenbauer zusammen mit Ingrid Herkenrath aus Ebermannstadt. Gezeigt werden handgestickte neue und historische Trachtenteile aus der Fränkischen Schweiz sowie Trachtenpuppen, Tücher und Stickereien aus Schlesien.

Ein großer Teil der gezeigten Stickmuster aus der Fränkischen Schweiz stammen von Anna Schütz. Sie stickte ein Leben lang für ihre Kundinnen aus der ganzen Region Schürzen, Tücher und Leibchen bis ihre Augen es nicht mehr zuließen. 2012 übergab sie deshalb alle Muster zur Weiterverwendung an Ingrid Herkenrath. Nach mehr als vier Jahren akribischer Arbeit zusammen mit Werner Fleissner wurden die weit über 100 Muster neu nachgezeichnet und können nun wieder als Stickvorlagen verwendet werden. Daraus ist ein neues Stickbuch mit zusätzlichen Hintergrundinformationen zur traditionellen Verwendungsweise entstanden.

Schwieriger war es für die Schlesier, die Stickmuster für ihre Trachten und Tücher zu erhalten. Bei ihrer Vertreibung nach 1945 war es unter Androhung der Todesstrafe verboten, eine Tracht mitzunehmen. Deswegen mussten die Schlesier in ihrer neuen Heimat bei der Wiederbelebung ihrer Trachten mühsam die Muster rekonstruieren. Sie gehen zurück auf die Vorlagen der alten Riesengebirgsvereine, die die Weißstickerei und die Nadelspitz-Technik pflegten. Mit vielen Nachfragen und praktischen Übungen konnte die Tradition erhalten und bis heute gepflegt werden.

Die Sonderausstellung bringt Franken und Schlesien über die Stickerei zusammen und ist sicher nicht nur für Handarbeits-Fans verlockend. Sie ist bis zum 25. Juni jeden Mittwoch von 15.00 bis 18.00 Uhr und jeden Sonntag von 14.00 bis 17.00 geöffnet.

Autor:

Redaktion MarktSpiegel aus Nürnberg

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