Wilhelm Löhes Gedanken sind allgegenwärtig

Fürths OB Thomas Jung, Rektor Hermann Schoenauer  und Innenminister Joachim Herrmann (v.li.n.re.) waren die Hauptredner beim großen Festabend im Kulturforum Fürth.
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  • Fürths OB Thomas Jung, Rektor Hermann Schoenauer und Innenminister Joachim Herrmann (v.li.n.re.) waren die Hauptredner beim großen Festabend im Kulturforum Fürth.
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FÜRTH – Bei einem Festabend zum 160-jährigen Jubiläum der Diakonie Neuendettelsau im Kulturforum Fürth haben Gäste aus Politik, Kirche, Gesellschaft und Mitarbeitende der Gründung der Diakonissenanstalt am 9. Mai 1854 durch Pfarrer Wilhelm Löhe (1808-1872) gefeiert.

Rektor Prof. Dr. h.c. Hermann Schoenauer würdigte Wilhelm Löhe als ein „großes Vorbild“ auch in der heutigen Zeit: „Ihm ging es darum, das Doppelgebot der Liebe nicht einseitig zu interpretieren, sondern beide Teile – Gott lieben und den Nächsten lieben – immer zusammenzuhalten", so der Leiter der Diakonie Neuendettelsau. Nächstenliebe, Professionalität und Wirtschaftlichkeit hätten im Zentrum seiner Arbeit gestanden, ohne einander zu wiedersprechen. „Wilhelm Löhe war einer der ersten Wohltätigkeitsunternehmer“, betonte Schoenauer. In seiner Rede stellte Schoenauer auch die Bedeutsamkeit des Bildungsbegriffs für die Diakonie heraus: Bildung sei die Sozialpolitik des 21. Jahrhunderts.
Fürths Oberbürgermeister Thomas Jung, lobte in seinem Grußwort die zahlreichen Aktivitäten der Diakonie Neuendettelsau in der Kleeblattstadt. „Das Werk lebt“, sagte Jung und erinnerte an Unternehmen wie Grundig oder Quelle, die nicht so viele Jahrzehnte überstanden hätten. „Ich bin beeindruckt und begeistert vom Erfolg der Diakonie Neuendettelsau seit 160 Jahren.“ Es sei nur konsequent, den Bildungsaspekt noch weiter auszubauen, so Jung.
Auch Bayerns Innenminister Joachim Herrmann richtete den Fokus auf die Leistungen der Diakonie Neuendettlesau. „Ihr Beitrag für unser Gemeinwesen und für die soziale Gerechtigkeit in Deutschland kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden", so Herrmann. „Machen Sie sich bitte weiterhin so engagiert für die Belange unserer schwächsten Mitmenschen stark. Denn sie brauche Sie!", richtete er seinen eindringlichen und zugleich lobenden Appell an die Diakonie-Mitarbeiter.
Am Rande des Festabends wurde übrigens noch ein neuer Kooperationsvertrag zwischen der Wilhelm Löhe Hochschule und der Rumänisch-Deutschen Hochschule in Sibiu (Hermannstadt) (RoGer) unterzeichnet.

Fürths OB Thomas Jung, Rektor Hermann Schoenauer  und Innenminister Joachim Herrmann (v.li.n.re.) waren die Hauptredner beim großen Festabend im Kulturforum Fürth.
Wilhelm Löhes reformerisches Gedankengut prägt die Arbeit der Diakonie. Auch beim Festabend war der fränkische Diakonissenvater und "Wohltätigkeitsunternehmer" allgegenwärtig - so auch bei der Rede von Hermann Schoenauer.
Autor:

Willi Ebersberger aus Fürth

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