Oberfranken wächst weiter

Positive Bevölkerungsentwicklung im Regierungsbezirk

REGION (pm/rr) – Knapp 4.500 mehr Oberfranken vermeldet das Bayerische Landesamt für Statistik in seinen jüngst veröffentlichten Zahlen für das Jahr 2017. Damit wächst die Bevölkerungszahl im Regierungsbezirk seit nunmehr drei Jahren entgegen der Prognosen der Statistiker. Starke Zuwächse verbuchen vor allem die kreisfreien Städte und die Region Bamberg - Forchheim.

Hauptursache für den Bevölkerungszuwachs ist aus Sicht der IHK für Oberfranken Bayreuth die positive Wanderungsbilanz in allen Teilregionen Oberfrankens. Deutlich mehr Menschen ziehen nach Oberfranken als weg. Insgesamt beträgt der positive Wanderungssaldo im Jahr 2017 rund 8.900 Menschen. Etwa 2.700 kommen aus den Quellgebieten Asien und Afrika und sind daher vor allem auf Flüchtlingsbewegungen zurückzuführen.

Vielfältige Gründe für Zuzüge

Die Gründe, warum wieder mehr Menschen nach Oberfranken ziehen, sind aus Sicht der IHK vielfältig. "Seit dem Jahr 2005 befindet sich die oberfränkische Wirtschaft im Aufwind. Die Beschäftigtenzahlen sind auf einem historischen Höchststand, die Arbeitslosenquote auf einem historischen Tiefststand", fasst IHK-Präsidentin Sonja Weigand zusammen. "Fachkräfte werden von den prosperierenden Unternehmen händeringend gesucht." Der Fachkräftemonitor der IHK für Oberfranken Bayreuth ermittelt für Oberfranken eine aktuelle Lücke von über 28.000 Fachkräften.

Attraktive Arbeitgeber in einem attraktiven Umfeld

Hinzu kommt, dass die Lebensqualität in Oberfranken den Vergleich mit anderen Teilregionen des Freistaates und der Bundesrepublik nicht scheuen muss. Weigand: "Oberfranken punktet mit vielen starken Arbeitgebern, kultureller Vielfalt und hoher Lebensqualität." Ein gutes Preis-Leistungsverhältnis, bezahlbarer Wohnraum und bezahlbare Grundstücke, eine gute Bildungs- und Betreuungsinfrastruktur, reizvolle Städte und Landschaften und ein attraktives Freizeitangebot überzeugen viele Menschen, ihren Lebensmittelpunkt nach Oberfranken zu verlegen.

In der langfristigen Betrachtung wird die Überalterung und der damit verbundene Sterbeüberschuss nicht vollständig durch den positiven Wanderungssaldo kompensiert werden können. Dies führt letztendlich zu einem Bevölkerungsrückgang in verschiedenen Teilen Oberfrankens. Die aktuellen Zuwächse können die Effekte, die durch den demographischen Wandel eintreten, allerdings spürbar abmildern.

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