Dampfbahn mit Sozialpreis der Oberfrankenstiftung ausgezeichnet

Regierungspräsidentin Heidrun Piwernetz mit Johannes Füngers und Alfred Trabert (von links).
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  • Regierungspräsidentin Heidrun Piwernetz mit Johannes Füngers und Alfred Trabert (von links).
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EBERMANNSTADT (at/rr) – Die Auszeichnung kam für die Aktiven des Vereins Dampfbahn Fränkische Schweiz e.V. unverhofft. Dafür ist die Freude bei Johannes Füngers, dem Vorsitzenden des gut 400 Mitglieder zählenden Vereins, und seinem Stellvertreter, Alfred Trabert, umso größer. Am 7. Juli verlieh Regierungspräsidentin Heidrun Piwernetz dem 1974 gegründeten Verein auf Schloss Thurnau den mit 10.000 Euro dotierten Sozialpreis der Oberfrankenstiftung. Mit dem Preis wird das seit über 45 Jahren hohe ehrenamtliche Engagement gewürdigt.

„Die Dampfbahn Fränkische Schweiz wäre eigentlich in verschiedenen Preiskategorien gut aufgehoben. Denn der Verein nimmt sich eines Denkmals an und hält ein Kulturgut lebendig. Wir haben uns aber entschieden, ihn in der Kategorie ‚Soziales‘ auszuzeichnen. „Denn sozial handelt nicht nur, wer sich verdienstvollerweise um Notleidende kümmert. Soziales Tun heißt sich einsetzen für die Allgemeinheit,“ so Piwernetz, die auch Vorsitzende des Stiftungsrates der Oberfrankenstiftung ist. Seit vier Jahrzehnten bewältige der Verein eine Herkulesaufgabe. Die von den aktiven Mitgliedern an den Tag gelegte Einsatzfreude, gepaart mit Sachverstand, sei bewundernswert.

Für die DFS kommt der Preis gerade zur rechten Zeit, denn in wenigen Wochen jährt sich die Aufnahme des Museumsbahnbetriebes auf der 1976 von der Bundesbahn stillgelegten vereinseigenen Strecke im romantischen Wiesenttal zum 40. Mal. Auch aus einem anderen Grund ist das Preisgeld eine große Hilfe: Da der Saisonstart wegen Corona um gut einen Monat verschoben werden musste und seither auch nur ein Drittel der Plätze im Museumszug belegt werden durften, fehlt ein nicht unerheblicher Teil der Einnahmen, die für die Unterhaltung von Strecke und Fahrzeugen gebraucht werden.

„Aber seit dem 12. Juli können wieder alle Plätze im Zug belegt werden“, zeigen sich Füngers und Trabert über die Lockerungen für touristische Bahnen in Bayern erleichtert. Freilich gelten aus gutem Grund weiterhin Hygieneauflagen. So ist im Museumszug das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung Pflicht. Und auf die Bewirtung im Dampfzug muss vorerst noch verzichtet werden. Die ehrenamtlich aktiven Museumsbahner zeigen sich dennoch optimistisch, dass wieder viele Fahrgäste die Chance nutzen, sich im Wiesenttal Eisenbahnromantik um die Nase wehen zu lassen.

Von Klimaanlagen droht jedenfalls keine Virus-Gefahr. Im Gegenteil: Im Museumszug ist das Lüften kein Problem, denn anders als bei der modernen Bahn lassen sich noch alle Fenster in den Wagen öffnen. Gerade jetzt, wo viele Menschen in Deutschland Urlaub machten, gelte, das was die Regierungspräsidentin in ihrer Laudatio formulierte: „Seit vier Jahrzehnten ermöglichen die einsatzfreudigen Vereinsmitglieder eine touristische Attraktion, die von Fremden wie von Einheimischen, von Groß und Klein gern angenommen wird.“ Die Museumszüge fahren nach festem Fahrplan an allen Sonn- und Feiertagen bis Ende Oktober. Der Dampfzug kommt in den bayerischen Schulferien am 26. Juli, 2., 16. und 30. August zum Einsatz. Alle Informationen zu den Fahrten, zum Erwerb der Fahrkarte und den Haltestationen finden sich auf www.dampfbahn.net.

Der Sozialpreis ist nicht die einzige Unterstützung der Oberfrankenstiftung für die Museumsbahn im Wiesenttal. Vielmehr fördert die Stiftung die denkmalgerechte Sanierung der 16 km langen Strecke seit 2019. „So konnten im Frühjahr bereits die Schwellen von zwei Weichen in Ebermannstadt und Muggendorf ausgewechselt werden. Und in diesen Tagen beginnt die Sanierung zweier Brücken bei Gasseldorf“, wissen Füngers und Trabert zu berichten. Die DFS sei sehr dankbar, dass sich insbesondere auch Landrat Dr. Hermann Ulm sowie das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege für das Projekt stark gemacht haben.

Regierungspräsidentin Heidrun Piwernetz mit Johannes Füngers und Alfred Trabert (von links).
Regierungspräsidentin Heidrun Piwernetz (Mitte) mit den Preisträgern und weiteren Vertretern der Oberfrankenstiftung.
Autor:

Roland Rosenbauer aus Forchheim

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