Stadt Oberasbach stellt Maßnahmenkatalog vor
Plage durch Eichenprozessionsspinner erfordert entschlossenes Handeln

Von einem solchen Nest des Eichenprozessionsspinners sollte man einen sicheren Abstand halten.
  • Von einem solchen Nest des Eichenprozessionsspinners sollte man einen sicheren Abstand halten.
  • Foto: Stadt Oberasbach
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OBERASBACH (pm/ak) - Die Stadt Oberasbach hat in den letzten Jahren seine zahlreichen Maßnahmen permanent ausgeweitet, um die Ausbreitung des Eichenprozessionsspinners in seinen verschiedenen Lebensphasen zu bekämpfen. Das vermehrte Auftreten in den letzten Jahren ist sicherlich auch den milden Wintern geschuldet, die ihm das Überleben im Winter erleichtert haben.

Der Maßnahmenkatalog 2021 wurde als Stufenplan beschlossen. Zunächst einmal ist jeder Eigentümer als sogenannter „Zustandsverantwortlicher“ für seinen Baumbestand und damit auch für dadurch entstehende Belästigungen der Anrainer verantwortlich. Und damit auch für die Beseitigung der Ursachen. Die Maßnahmen der Stadt beziehen sich daher auf städtische Flächen und Wälder.
Bislang hat die Stadt Oberasbach durch Fachfirmen biologisches Spritzmittel in der ersten Behandlungsphase gegen die Larven im April in den definierten EPS-Problemzonen ausgebracht. Allerdings möchte die Stadt aus ökologischen Gründen ganz auf diese Mittel verzichten. Einzige Ausnahme ist der Trimmpfad. Hier wären die Beeinträchtigungen für Anwohner und Passanten zu groß, die Sperrungen zu umfangreich. Zusätzlich wird hier noch auf Baumrückschnitt im Februar gesetzt, um Überhänge auf Straßen und private Flächen zu vermeiden.
In der zweiten Phase ab Mai erfolgt wahlweise die Absaugung oder die Verklebung der Baumnester mit den Raupen in den definierten Problemzonen (siehe auch Maßnahmenplan auf www.oberasbach.de). Die Entscheidung über die Methode ist abhängig vom Ausmaß des Befalls sowie von den örtlichen Gegebenheiten. Über die gesamte „EPS-Saison“ wird die Entwicklung des Befalls in allen Problemzonen kontinuierlich überwacht und entsprechende Maßnahmen wiederholt.
Die dritte Phase, voraussichtlich im Juli/August sieht die Verklebung der verbliebenen und inzwischen verpuppten Eichenprozessionsspinner vor, um zu verhindern, dass sich die an den Puppenhüllen zurückgebliebenen Brennhaare der inzwischen geschlüpften Falter durch Luftzug in der Umgebung verbreiten.
Zudem sollen die erst zum Ende der letzten „EPS-Saison“ erstmals eingesetzten Baumfallen weiterhin verwendet werden und so ihre Wirkung über den gesamten Lebenszyklus des Falters bewertet werden.
Derzeit werden die einzelnen Maßnahmen mit den erfahrenen Fachfirmen besprochen und geplant. Im Bibertgrund wird ein Schwerpunkt auf die Fallen gelegt und in den weiteren EPS-Problemzonen verstärkt abgesaugt und verklebt. Zum Ende des Sommers sollen die Ergebnisse wieder neu bewertet und für die „EPS-Saison“ 2022 nachjustiert werden.

Über die Durchführung der Maßnahmen möchte die Stadt die Bevölkerung verstärkt informieren, vornehmlich auf den digitalen Kanälen, aber auch mit entsprechenden Hinweistafeln in den betroffenen Gebieten. Darüber, welche Maßnahmen in welchen Arealen angewendet werden, ist im Maßnahmenplan auf der Homepage nachzulesen.
Zuletzt bleibt zu hoffen, dass der strenge Frost der letzten Wochen den städtischen Maßnahmen in die Hände spielt und die Situation etwas entspannter sein wird als in den letzten drei Jahren.

Autor:

Arthur Kreklau aus Fürth

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