Knauf investiert in die Zukunft des Baustoffs
Neue Anlage für Gipsrecycling entsteht in Mittelfranken

Der Baustoffhersteller Knauf plant mit einem anderen Unternehmen eine Gipsrecycling-Anlage in Mittelfranken. (Archivbild) | Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa
  • Der Baustoffhersteller Knauf plant mit einem anderen Unternehmen eine Gipsrecycling-Anlage in Mittelfranken. (Archivbild)
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Iphofen (dpa/lby/ak) – Der Baustoffhersteller Knauf reagiert auf die zunehmende Knappheit von Naturgips und baut in Mittelfranken eine neue Anlage zur Wiederverwertung des Rohstoffs. In Neuhof an der Zenn im Landkreis Neustadt an der Aisch‑Bad Windsheim soll im Sommer der Spatenstich erfolgen. Die Inbetriebnahme ist für Anfang 2027 vorgesehen. Realisiert wird das Projekt gemeinsam mit der BSR Ingolstadt, einem Spezialisten für Boden- und Baustoffrecycling.

Der recycelte Gips soll künftig an die rund 50 Kilometer entfernten Knauf‑Standorte geliefert werden, wo er in der Produktion von Gipskartonplatten zum Einsatz kommt. Angaben zur genauen Menge macht das Unternehmen nicht, spricht aber von einem jährlichen Volumen im zweistelligen Tonnenbereich. In der neuen Anlage sollen zunächst Arbeitsplätze im einstelligen Bereich entstehen.

Hintergrund des Projekts ist eine drohende Versorgungslücke. Mit dem geplanten Ausstieg aus der Kohleverstromung entfällt ab spätestens 2038 der sogenannte Rea‑Gips, der bislang als Nebenprodukt in großen Mengen anfällt und rund 40 Prozent des deutschen Bedarfs deckt. Naturgips macht derzeit etwa 55 Prozent aus, der Rest stammt aus Recycling. Nach Einschätzung des Bundesverbands der Gipsindustrie wird recycelter Gips die entstehende Lücke jedoch nicht vollständig schließen können.

Knauf plant deshalb zusätzlich ein neues Bergwerk in der Nähe von Würzburg. Das Genehmigungsverfahren dafür läuft bereits.

Autor:

Arthur Kreklau aus Fürth

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