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Soziale Medien: So schützen Sie Kinder im Netz
AOK ist neuer Partner von der Initiative SCHAU HIN!

Die ersten Schritte im Internet sollten Eltern mit ihren Kindern gemeinsam gehen.
  • Die ersten Schritte im Internet sollten Eltern mit ihren Kindern gemeinsam gehen.
  • Foto: © panthermedia / AllaSerebrina
  • hochgeladen von Barbara Rögner

Blogs, Chats, Foren und soziale Netzwerke – das Internet bietet vielfältige Möglichkeiten, sich mit anderen schnell und unkompliziert auszutauschen. Das ist reizvoll, nicht nur für Erwachsene. Kinder und Jugendliche nutzen digitale Medien immer früher, häufiger und länger. So verbrachten im vergangenen Jahr Jugendliche im Alter von zwölf bis 18 Jahren in Deutschland fast 3,5 Stunden täglich im Internet. Zehn Jahre zuvor waren es gute zwei Stunden. Das zeigt die aktuelle JIM-Studie des medienpädagogischen Forschungsverbunds Südwest (mpfs). Jugendliche sind demnach auch zunehmend konfrontiert mit Mobbing und Hass im Netz. Jeder fünfte Jugendliche gibt an, dass er bereits einmal Opfer solcher Attacken war. „Digitale Medien bieten Chancen, bergen aber auch Risiken. Frühzeitig Medienkompetenz zu vermitteln, ist daher eine wichtige Voraussetzung, um Kindern ein gutes und gesundes Aufwachsen im digitalen Zeitalter zu ermöglichen“, so Susanne Papp von der AOK in Nürnberg.

Gemeinsam das Internet entdecken

Um möglichen Risiken wie beispielsweise Cyber-Mobbing vorzubeugen, sollten Eltern zunächst gemeinsam mit ihrem Kind die Welt der sozialen Medien erkunden. Von Cyber-Mobbing spricht man, wenn jemand in sozialen Medien systematisch und über einen längeren Zeitraum hinweg beleidigt und bloßgestellt wird. Im Umgang mit den unterschiedlichen Plattformen wie beispielsweise TikTok, Snapchat oder Instagram können einfache Regeln helfen. Persönliche Daten und Fotos sollten Nutzer für sich behalten und generell möglichst wenige Daten im Internet veröffentlichen. Die vollständige Adresse oder Handynummer sind tabu. Beim Anlegen von Profilen in sozialen Netzwerken sollten unbedingt die Sicherheitseinstellungen für den privaten Bereich beachtet und genutzt werden. „Empfehlenswert ist es auch, Freundschaftsanfragen gründlich zu prüfen und nur gute Bekannte aus dem realen Leben in die Freundesliste aufzunehmen“, so Susanne Papp. Generell gilt, sich auf Kommunikationsplattformen niemals in Streitereien und Provokationen verwickeln zu lassen, sondern nur gut überlegte Beiträge online zu stellen.

Mobbing im Internet

Doch was tun, wenn es bereits zu Cyber-Mobbing-Attacken gekommen ist? „Wichtig ist, nichts zu überstürzen und gemeinsam mit dem betroffenen Kind nach Lösungen zu suchen“, so Susanne Papp. Hilfreich kann es sein, den Klassenlehrer zu informieren, damit dieser Cyber-Mobbing im Unterricht zum Thema machen kann. Bei massiven Attacken ist es zudem sinnvoll, mithilfe von Bildschirmaufnahmen Belege der Gemeinheiten zu sammeln sowie alle Informationen und Benutzernamen zum Vorfall zu notieren. Sofern die Beteiligten bekannt sind, sollten Eltern diese auffordern, die Inhalte zu entfernen. Häufig hören die Attacken auf, wenn das Mobbing thematisiert wird. Bleibt dies erfolglos, kann man sich an den Betreiber der Internetplattform wenden und ihn auffordern, die Inhalte zu löschen. Übrigens: Massive Beleidigungen und Drohungen sind strafbar, genauso wie das unerlaubte Veröffentlichen von Fotos oder Videos. „Dagegen kann man bei der Polizei Anzeige erstatten“, so Susanne Papp.

AOK ist neuer Partner von SCHAU HIN!
Die AOK unterstützt als neuer Partner die Initiative „SCHAU HIN! Was Dein Kind mit Medien macht.“ Der Medienratgeber für Familien will Eltern sensibilisieren und motivieren, ihre Kinder aktiv in die Welt der Medien zu begleiten. „Wir wollen dazu beitragen, dass insbesondere Kinder lernen, Medien mit Freude und vor allem gefahrlos zu nutzen“, so Susanne Papp. Mehr Informationen zu SCHAU HIN! gibt es unter www.schau-hin.info.

Autor:

Barbara Rögner aus Mittelfranken

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