Herausragende Zuchterfolge im Tiergarten Nürnberg
Dieser Eulennachwuchs verzaubert alle!

Die Uralkauz-Jungtiere sehen zwar aus wie flauschige Schmusetiere - sind sie natürlich nicht.
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  • Die Uralkauz-Jungtiere sehen zwar aus wie flauschige Schmusetiere - sind sie natürlich nicht.
  • Foto: Nicole Fuchsbauer
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NÜRNBERG (nf) - Große Freude, nicht nur bei Dr. Helmut Mägdefrau (stellvertretender Tiergarten-Direktor), über den herausragenden Zuchterfolg im Frühjahr 2019 bei den Sperbereulen (sechs Junge) und Uralkäuzen (zwei Jungtiere) im Nürnberger Tiergarten. Die kleinen Eulen sehen momentan aus wie flauschige Wollknäuel und begeistern die Besucher. Einige der Jungtiere werden zukünftig auch wieder ausgewildert.

Die Sperbereulen, die sich in einer Voliere in der Nähe des Dickhäuterhauses befinden, ziehen in diesem Jahr sechs im April 2019 geschlüpfte Jungvögel erfolgreich auf. Sperbereulen brüten etwa einen Monat. Nach drei bis fünf Wochen verlassen die putzigen Jungvögel das Nest. Helmut Mägdefrau erklärt: ,,Sie befinden sich dann im sogenannten Ästlingsstadium. Das heißt, sie können noch nicht richtig fliegen, sitzen mal auf dem Ast, hüpfen aber auch auf dem Boden herum. Deshalb sollten etwa Spaziergänger im Wald nicht glauben, die Jungtiere wären allein und von ihren Eltern verlassen worden. Das Verhalten ist ganz normal. Also bitte nicht mitnehmen!" Die Elterntiere im Tiergarten Nürnberg stammen aus Rostock, wo das Weibchen am 22. Mai 2015 geboren wurde, und aus Köln, woher das am 10. April 2016 geborene Männchen kommt.
Auch bei den Uralkäuzen ist der Zuchterfolg im Tiergarten vorbildlich. Die Habichtskäuze, wie sie auch genannt werden, haben mit den beiden ebenfalls im April 2019 geschlüpften Jungeulen insgesamt 36 Nachkommen erfolgreich aufgezogen. Die Uralkäuze leben in der Brutvoliere im oberen Tiergartenbereich, in der Nähe der Bartgeier-Großvoliere. Die bereits 20-jährige Eulenmutter kam 1999 zur Welt und lebt seit Juli 2000 in Nürnberg. Das Männchen schlüpfte im Jahr 2002 im Tierpark Berlin und hat seit Juli 2002 in Nürnberg seine Heimat gefunden.

Während die Sperbereulen, die in der Natur nur acht Jahre alt werden, ihre Fortpflanzung über viele Jungtiere pro Jahr (bis 13 Eier pro Gelege) sicherstellen, tun dies die Uralkäuze aufgrund ihres Höchstalters von 22 Jahren in der Natur mit der damit verbundenen hohen Anzahl an Bruten, aber ,,nur" ein bis sechs Eier pro Gelege. ,,Beide Varianten", so Dr. Helmut Mägdefrau, ,,zeigen die niedrige Überlebensrate in der Natur. Im Durchschnitt überleben von jedem Paar im Laufe ihres Lebens nur zwei Jungtiere, das zukünftige Elternpaar."

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