Kärwa im Spiegel der Jahrhunderte

Vor allem auch die in der Ausstellung gezeigten Postkarten spiegeln die jahrhundertealte Tradition der Fürther Kirchweih wider.
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  • Vor allem auch die in der Ausstellung gezeigten Postkarten spiegeln die jahrhundertealte Tradition der Fürther Kirchweih wider.
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Sonderausstellung im Fürther Stadtmuseum

FÜRTH (web) - „Zwischen Tradition und Moderne“ lautet der Untertitel für die Ausstellung „Die Michaelis-Kirchweih“ im Fürther Stadtmuseum, wo noch bis 25. November verschiedene Exponate aus vier Jahrhunderten Kirchweihgeschichte präsentiert werden. Eindrucksvoll zeigt die Sonderausstellung eben jenen Spagat zwischen Tradition und Moderne der Kirchweih auf – wer das Stadtmuseum noch während der derzeit stattfindenden Kärwa besucht, wird dieses Wechselspiel noch intensiver erleben.

Exponate von der Ersterwähnung der Kirchweih 1536 über Land- und Postkarten, Bilder und Fotografien bis hin zu zahlreichen historisch einmaligen Objekten dokumentieren das lange Bestehen des Festes, das wahrscheinlich schon im 12. Jahrhundert zur Einweihung der Kirche St. Michael entstand. Schon damals waren Marktstände, Gaukler, Artisten und fahrende Händler nach Fürth gekommen. Vor allem die zahlreichen Postkarten, Fotografien und Werbeplakate zeugen von der Vielfalt und der steten Entwicklung auf der Fürther Kirchweih, aber auch die Vereinnahmung des beliebten Volksfestes durch die Nazis wird dokumentiert. Andere Exponate wiederum zeigen die Überlegungen einer Verlegung der Kärwa an den Stadtrand – stets haben sich die Fürther jedoch erfolgreich gegen diese Pläne gewehrt, sodass auch heute noch mitten in der Stadt Kirchweih gefeiert wird.

Im Jahr 1919 gab es die ersten Sardinenbrötchen auf der Kärwa, die in nur fünf Jahren dem „Gwedlten“ als Lieblingsspeise den Rang abgelaufen hatten. Die Ausstellung zeigt aber auch, dass die Kärwa schon in früheren Zeiten ein durchaus wichtiger Wirtschaftsfaktor gewesen ist – heute ist sie dies noch mehr, wie der Fürther Wirtschaftsreferent (derzeit auch Kärwareferent) Horst Müller anlässlich der Ausstellungseröffnung erklärte. Mehr als 1,5 Millionen Besucher zählt die Königin der fränkischen Kirchweihen mittlerweile Jahr für Jahr, und damit ist sie auch „... ein ganz wichtiger Imageträger für die Stadt“, so Müller.

Stadtmuseum Ludwig Erhard
Ottostraße 2, Fürth

Öffnungszeiten:

Dienstag bis Donnerstag von 10.00 bis 16.00 Uhr
Samstag von 13.00 bis 17.00 Uhr
Sonn- und Feiertag von 10.00 bis 16.00 Uhr 
Montag und Freitag geschlossen

www.stadtmuseum-fuerth.de

Autor:

Archiv MarktSpiegel aus Nürnberg

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