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Honda: Crossrunner „rennt“ jetzt noch besser

Die neue Crossrunner überzeugt nicht nur technisch, sondern vor allem auch optisch – in komplett neuer Verkleidung. Foto: Auto-Medienportal.Net/Buenos Dias
  • Die neue Crossrunner überzeugt nicht nur technisch, sondern vor allem auch optisch – in komplett neuer Verkleidung. Foto: Auto-Medienportal.Net/Buenos Dias
  • hochgeladen von Uwe Müller

FASZINATION (ampnet) - Nach nur vier Jahren hat Honda die Crossrunner nahezu komplett erneuert. Am Motorrad an sich lag das nicht; die VFR 800 X – so die nüchternere Modellbezeichnung – wusste schon bei ihrem Erscheinen 2011 zu begeistern.


Verantwortlich war vielmehr der 90-Grad-V4 aus der VFR 800 F, der in der Crossrunner auf eine aufrechtere und entspanntere Sitzposition sowie ein leichtes Abenteuerflair stieß. „Funrunner“ taufte ein Kollege die Honda nach einer ersten Ausfahrt treffend um – doch es gab auch Kritik: Das Design, das ein wenig an einen Delfin erinnert, polarisierte. Vor allem aber an Kleinigkeiten wie der fehlenden Cockpitverblendung oder den doch recht rustikalen ausgeführten Bedienelementen vermisste man ein wenig Detailliebe und Qualitätsanmut. Honda hat sich das zu Herzen genommen – und aus einem guten Motorrad ein besseres gemacht.

Dass es sich beim Jahrgang 2015 um weit mehr als nur eine leichte Modellpflege handelt, zeigt schon die komplett neu gestaltete Verkleidung: Die Crossrunner wurde noch mehr Richtung Adventure Bike gestylt. Die Front prägen nun Doppelscheinwerfer sowie ein Luftschlitz für den Ölkühler. Die Verkleidung geriet deutlich schlanker und dynamischer und gibt viel mehr vom Rahmen und dem Motor frei. Die Federgabel und die Ein-Arm-Schwinge wurden verändert, der Auspuff ist nicht mehr dreieckig, sondern rund und schlanker, und die Bremsanlage erhielt einen vierten Kolben. Neu konstruiert wurde auch der Heckrahmen. Mit an Bord sind nun eine zweistufige Traktionskontrolle, Heizgriffe sowie selbst rückstellende Blinker. Alle Leuchten sind als LEDs ausgeführt, und alles wirkt deutlich höherwertiger.

Gestiegenes Fahrvergnügen

Geblieben ist der beeindruckende Vierzylinder mit dem bärenstarken Durchzug und dem geschmeidigen Motorlauf, der auch schon bei der alten Crossrunner zu einer der herausstechendsten Charaktereigenschaften gehörte und nichts von seiner Faszination verloren hat. Im Rahmen der Modellüberarbeitung stieg die Spitzenleistung zudem um vier PS auf 78 kW / 106 PS. Viel mehr als dies trägt aber die verbesserte Ergonomie zum nochmals gestiegenen Fahrvergnügen bei, wobei die Sitzbank jetzt höhenverstellbar ist. Der breitere, höhere und näher zum Fahrer gewanderte Lenker sorgt für einen Hauch Supermoto-Feeling. Der sonore Sound des V4 verwandelt sich bei etwa 6.500 Umdrehungen in der Minute in spitzeren, sportlicheren Sound. Dann schaltet der Motor vom Zwei- in den Vier-Ventil-Betrieb und legt noch einmal ordentlich nach.

Honda VFR 800 X Crossrunner – Daten kompakt

Motor: 90-Gtad-V4, 782 ccm, flüssigkeitsgekühlt
Leistung: 73 kW / 106 PS
Max. Drehmoment: 75 Nm bei 8.500 U/min
Höchstgeschwindigkeit: 209 km/h
Null auf 100 km/h: keine Angaben
Getriebe: 6-Gang
Antrieb: Kette
Tankinhalt: 20,3 Liter
Sitzhöhe: 815 / 835 mm
Gewicht: 242 kg (fahrbereit)
Bereifung: 120/70 ZR17 (vorne), 180/55 ZR17 (hinten)

Autor:

Uwe Müller aus Nürnberg

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