Als Spacemaster unbekannte Welten entdecken
Sieben Berufe, die kaum einer kennt!

Agile Coach Edgar Ehlers stellt Berufe vor, die fast niemand kennt.
  • Agile Coach Edgar Ehlers stellt Berufe vor, die fast niemand kennt.
  • Foto: Quelle: Borgmeier
  • hochgeladen von Nicole Fuchsbauer

REGION (pm/nf) - Krankenschwester, Architekten oder LKW-Fahrer: So lauten geläufige Berufsbezeichnungen. Doch in den Tiefen der Jobcomputer der Bundesagentur für Arbeit schlummern Tätigkeiten zum Broterwerb, von der die wenigsten Arbeitnehmer schon einmal etwas gehört haben.  Agile Coach Edgar Ehlers war, wie viele, jahrelang auf der Suche nach dem passenden Job. Nicht nur Beruf, eine Berufung sollte es sein. Über Jahre als Koch, Versicherungsfachwirt und Profiler gelangte er zu seiner heutigen Tätigkeit, der er bis heute glücklich die Treue hält. Er rät Menschen auf Jobsuche, sich über den Tellerrand hinaus zu informieren und offen zu bleiben. Er stellt sieben Berufe vor, die kaum jemand kennt und die eventuell Perspektiven eröffnen.

Drahtzieher
Unbekannter Beruf Nummer eins: der sprichwörtlich bekannte Drahtzieher. Dieser Beruf existiert auch in der Realität. Drahtzieher stellen aus verschiedenen Metallen Kabel oder Drähte her. Dazu gehört die Einstellung der Ziehmaschinen, das Ziehen des rohen Kupfers und Eisens und letztendlich Verschweißung und Veredelung des Endergebnisses. Der Beruf bleibt deshalb wichtig, weil sich das Verfahren der Drahtherstellung über Jahrhunderte kaum verändert hat. Bis zum Jahr 2013 konnten Interessierte den Beruf in einer Ausbildung erlernen, seitdem ersetzt die Fachkraft für Metalltechnik den Drahtzieher.

Ocularist
Auch Ocularisten sind weitestgehend unbekannt und doch sehr wichtig: Im ersten Schritt stellen sie Augenprothesen her, im zweiten passen sie diese an das jeweilige Auge des Patienten an. Als Ausgangsmaterial dient Glas, das hochpräzise bearbeitet und modelliert wird. Deshalb nennt der Volksmund Ocularisten auch Kunstaugenhersteller. Die staatlich nicht anerkannte Ausbildung dauert sechs Jahre, Interessierte wählen dabei zwischen zwei verschiedenen Instituten.

Agile Coach
Fitness- und Life-Coaches kennen die meisten, doch was macht ein Agile Coach? Das noch relativ neue Berufsbild spielt insbesondere in großen Unternehmen eine Rolle. Digitalisierung und Co. stellen Firmen vor große Herausforderungen. Agile Coaches helfen, die neuen Hürden zu meistern, brechen alte, ineffiziente Strukturen auf und tragen im Endeffekt dazu bei, Mitarbeiterfluktuationen zu verhindern und neue Arbeitsmethoden zu etablieren. Eine offiziell anerkannte Ausbildung gibt es zur Zeit noch nicht, dafür aber zahlreiche private Fortbildungsmöglichkeiten und Studiengänge an Akademien und Instituten.

Spacemaster
Klingt abgefahren, gibt’s aber wirklich: Wer Space Master werden will, setzt sich mit den Bereichen Planetologie, Robotik, Sensorik und Raumschiff-Bau auseinander. Für Studenten ergeben sich anschließend unterschiedliche Arbeitsmöglichkeiten, zum Beispiel in der Weltraumforschung, Raumfahrttechnik oder Automobilindustrie. Studieren können Interessierte das Fach an ausgewählten staatlichen Universitäten.

Lacklaborant
Lacklaboranten entwickeln Oberflächenlacke und stellen sie im Anschluss daran auch selber her. Sie arbeiten im Labor, lernen, wie man unterschiedliche Lacke am besten aufträgt und welche Härtungseigenschaften sie haben. Dabei brauchen Berufsanwärter jede Menge chemische Kenntnisse. Da eine Vielfalt unterschiedlicher Lacke auf dem Markt herrscht, dauert die staatlich anerkannte Ausbildung 3,5 Jahre. Bewerber benötigen neben mathematischen und chemischen Kenntnissen vor allem Sorgfalt und Genauigkeit.

Thermometermacher
Analoge Thermometer verkaufen entsprechende Märkte heutzutage für wenig Geld. Doch die wenigsten haben schon einmal darüber nachgedacht, wer sie eigentlich herstellt: Dafür sind Thermometermacher zuständig. Sie verarbeiten die in Glashütten hergestellten Glassorten zu ganz unterschiedlichen Temperaturmessern, sowohl für den Hausgebrauch als auch für medizinische Zwecke. In der staatlich anerkannten Ausbildung entscheiden sich Anwärter entweder für die Fachrichtung Justieren oder Blasen.

Medizinökonom
Die Bezeichnung klingt erstmal kompliziert. Der staatlich anerkannte Studiengang Medizinökonomie bietet ein breit gefächertes Spektrum aus betriebswirtschaftlichen, juristischen und medizinisch-pharmazeutischen Lehrinhalten, die auf Managementaufgaben in Unternehmen der Gesundheitswirtschaft vorbereiten. Die fachliche Vernetzung befähigt Absolventen dazu, auch interdisziplinär arbeiten zu können und später in der Medizintechnik, der Pharmazeutischen Industrie oder im Versicherungswesen Fuß zu fassen.

Autor:

Nicole Fuchsbauer aus Nürnberg

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