VdK-Aktion zur Bundestagswahl 2017

Die Mitglieder des Kreisverbandes Lauf-Hersbruck
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Soziale Spaltung stoppen !

Eine der sieben Großveranstaltungen des VdK Bayern im Juli dieses Jahres unter dem Motto „Soziale Spaltung stoppen!“ fand vor einigen Tagen in der Meistersingerhalle in Nürnberg statt. Vom Kreisverband Lauf-Hersbruck machte sich auch ein bis auf den letzten Platz besetzter Bus mit 55 Personen auf den Weg dahin. Die Teilnehmer waren – trotz Hitze – total motiviert und spendeten den beiden Rednern, dem VdK Landesgeschäftsführer Michael Pausder sowie der Präsidentin des VdK-Gesamtverbandes Deutschland und Landesverbandsvorsitzenden in Bayern, Ulrike Mascher, für ihre kämpferischen Reden begeistert Beifall. Die kleine Meistersingerhalle war prall voll besetzt mit Mitgliedern aus ganz Mittelfranken.
Eingeladen zu dieser Veranstaltung waren auch die Bundestagsabgeordneten Michael Frieser (CSU), Gabriela Heinrich (SPD), Uwe Kekeritz (Grüne) und Klaus Ernst (Die Linken). In Zeiten des Bundestags-Wahlkampfes waren natürlich alle gerne erschienen.
Und Michael Pausder ging bei seiner Rede mit den anwesenden Politikern nicht sanft um, sondern er prangerte die soziale Schieflage in Deutschland mit harten Worten an. Der Sozialverband VdK, als größter Sozialverband Deutschlands, ist die größte Bürgerbewegung für die kleinen Leute. Die oberen 10 % der deutschen Bevölkerung besitzen mehr als 60 % des gesamten Vermögens. Die ärmeren 50 Prozent besitzen gerade mal 1 Prozent des Gesamtvermögens in Deutschland. Wenn die derzeit an der Macht befindlichen Politiker behaupten, in Deutschland gäbe es kein Ungleichgewicht in der Bevölkerung, so sind sie vollkommen realitätsfremd. Hier ist eine Schieflage erreicht ! Pausder ging in seiner Rede auf viele Ungerechtigkeiten ein, wie z.B. die letzte Rentenerhöhung seit 01.07.2017 mit 1,9 % im Westen und immerhin 3,6 % im Osten Deutschlands. 3,6 % Rentenerhöhung wären für alle Rentner angesagt gewesen, zumal die Ruheständler im Westen in den vergangenen 15 Jahren große Kaufkraftverluste hätten hinnehmen müssen. Er forderte „weg mit allen Kürzungsfaktoren, welche auch immer, bei der Rente“. Im einzelnen ging Pausder noch auf Faktoren wie Gesundheit, Pflege, Behinderung, und Kinderarmut ein und machte auch der Regierung leicht umsetzbare Vorschläge zur Gegenfinanzierung der Forderungen des Sozialverbandes VdK.
Die VdK-Präsidentin Ulrike Mascher prangerte in ihrer Rede die sinkende Rente an und forderte ein Ende der Spirale nach unten und das Einfrieren des Rentenniveaus bei derzeit 48 %, sowie ein Anheben auf wenigstens 50 %. Der Mindestlohn müsse unbedingt auf 12 € angehoben werden, damit eine armutsfreie Rente erwartet werden kann. Die Lebenserwartung der Menschen je nach sozialer Schicht unterscheidet sich bis zu elf Jahre. Das ist die gleiche Tatsache wie noch vor 100 Jahren: „Bist Du arm, dann mußt Du früher sterben !“ Frau Mascher betonte, daß der Regierung der Wille und Mut fehle, ein umfassendes Programm zur Armutsbekämpfung vorzulegen und umzusetzen. Mascher setzte sich ebenso für einen höheren Spitzensteuersatz ein, sowie auch für den Kampf gegen Steuerflüchtlinge. Es geht doch nicht an, daß Großkonzerne, die in Deutschland Milliarden Umsätze machen, hier keine Steuern zahlen, wie z.B. die Firma Amazon und viele andere ebenso.
In der anschließenden Podiumsdiskussion kamen auch die anwesenden Bundestagsabgeordneten zu Wort und die Bundestagsabgeordnete der SPD, Gabriela Heinrich, und Uwe Kekeritz von den Grünen stellten sich in weiten Teilen hinter die Forderungen des Sozialverbandes VdK.

Text: Christina Täuber
Fotos: VdK-Kreisverband Lauf-Hersbruck

Autor:

Christina Täuber aus Nürnberger Land

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