Stadt Schwabach will ihre Hebammen nicht verlieren

Auch in Schwabach gibt es zu wenig Hebammen. Deshalb hat die Stadt jetzt einige Fördermaßnahmen beschlossen.
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SCHWABACH (pm/vs) - Die Stadt Schwabach wird neue Unterstützungsangebote für die Stadt tätigen Hebammen schaffen.

Hierzu wird die Stadt geeignete Kursräume zur Verfügung stellen, auch soll es künftig finanzielle Unterstützung geben. Dies ist das Ergebnis eines Gespräches der Stadtspitze mit Vertreterinnen der Schwabacher Hebammen und der beiden Schwabacher Familienzentren. „Wir wollen damit einen Beitrag leisten, um die Arbeitsbedingungen für Hebammen in unserer Stadt zu verbessern“, betont der Schwabacher Oberbürgermeister Matthias Thürauf. „Wir wollen stärker deutlich machen, dass Schwabach ein attraktiver Standort für Hebammen ist.“ Dies gelte nicht nur für die bereits in der Stadt ansässigen Hebammen, sondern auch für solche, die noch einen Ort für ihre Praxis suchen.
In den vergangenen Jahren hinkt die Zahl der neu ausgebildeten Hebammen deutschlandweit stark hinter dem tatsächlichen Bedarf her. Auch in Schwabach macht sich dies durch einen Mangel an Betreuungsmöglichkeiten und lange Wartelisten bei den hier aktiven Hebammen bemerkbar. Die Situation hat sich Anfang dieses Jahres durch die Schließung einer größeren Hebammenpraxis verschärft.
Bei dem Gespräch war deutlich geworden, dass dies nicht nur auf die in den vergangenen Jahren stark gestiegenen Versicherungskosten zurückzuführen ist. Auch die eher schlechte Bezahlung gerade von Beratungsleistungen durch die Krankenkassen trage wohl wesentlich dazu bei, dass immer weniger Frauen diesen Berufsweg wählen, meint Sozialreferent Knut Engelbrecht. „Daher ist es wichtig, dass wir alle Möglichkeiten nutzen, um hier gegenzusteuern.“
Es wurde über mögliche Maßnahmen gesprochen, zum Beispiel die Nutzung städtischer Räume für die Kursangebote der Hebammen und ein Konzept mit finanziellen Anreizen. Während die Raumnutzung in städtischen Räumen relativ bald möglich sein wird, muss das endgültige Förderkonzept in den nächsten Wochen noch ausgearbeitet werden.

Autor:

Redaktion MarktSpiegel aus Nürnberg

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