Fantastische Himmelsstürmer ganz in Blau

Mit der 14. Blauen Nacht beginnt der Nürnberger Kultursommer. Foto: oh
 
Begeisterte Zuschauer im ,,KulturVIEReck Lessingstraße“. Foto: oh/Jutta Missbach

Mit der 14. Blauen Nacht am 4. Mai beginnt der Nürnberger Kultursommer – über 250 Programmpunkte

NÜRNBERG - Mit der 14. Blauen Nacht, Deutschlands größte und vielfältigste Lange Nacht der Kunst und Kultur, beginnt am 4. Mai  der Nürnberger Kultursommer. Ab 19 Uhr wird den Besucherinnen und Besuchern – im Wagner-Gedenkjahr und zudem am Internationalen Star Wars Tag – ein vom Thema ,,Himmelsstürmer“ inspiriertes Angebot präsentiert.

Das riesige Angebot besteht aus über 250 Programmpunkten. Zu den Attraktionen zählt diese kleine Auswahl. Luke Skywalker im Streicherbett: Generalmusikdirektor Marcus Bosch und die Staatsphilharmonie Nürnberg spielen zu vorgerückter Stunde (22 Uhr) im Opernhaus ein wahres „Special“, ein Zuckerl zum „Himmelsstürmer“-Motto. Die Melodien aus den „Star Wars“-Filmen, komponiert von John Williams, als galaktischer Ritt durch die Erinnerung.

Die Hochschule für Musik unterläuft gleich an zwei Spielorten die Erwartungshaltung: Im Jazzstudio schickt man „junge Löwen“ in die Manege, darunter die fabelhafte Entertainerin Dorothea Tausch, im Heilig-Geist-Saal gibt’s Lust und Laune am Stück – mit den ungewöhnlichen Projekten Hans Randolf Konze, den Blassticks als Antwort auf LaBrassBanda und den wirbelnden Bläsern von fiasco classico. „Rocky Horror“ auf der Straße: Im dritten Jahr seines Bestehens hat das „KulturVIEReck Lessingstraße“ weiterhin überzeugend an einer befruchtenden Nachbarschaftskultur gearbeitet. Die Angebote von Theater O, dem Museum für Kommunikation, dem DB-Museum und dem Staatstheater bilden eine Blaue Nacht in der Blauen Nacht. Vom ansteckenden Akustik-Ska der Nürnberger Straßenmusik-Lieblinge von La Boum bis zu Soundproben aus der aktuellen „Rocky Horror“-Inszenierung vom Schauspiel nebenan reicht das Angebot. 
Nürnberger Rüstungen als Hollywood-Vorlage: Dieser Quer- oder Rückverweis ist einigermaßen verblüffend. Denn wer weiß schon, dass das Aussehen der weißen „Stormtrooper“-Rüstungen aus den „Star Wars“-Filmen ihre Wurzeln in der Nürnberger Patrizier- Geschichte haben. Harnische für die fränkische Upper Class ähneln den Hollywood-Varianten aufs Erstaunlichste. Bei Führungen in die Waffensammlung des Germanischen Nationalmuseums kann man nun auch diese Informationslücke schließen. Artistisches Können ist sicher im Spiel, wenn die TX-Skater auf der Halfpipe auf dem Kornmarkt ihren Kampf gegen die Erdanziehungskraft aufnehmen.
 
Mancher nutzt die Blaue Nacht auch, um laufende Ausstellungen zu besuchen. Das Planetarium ist ein Ort, wenn es um „Himmelsstürmer“ und Weltraumpflege geht. In einer Fulldome-Show werden Visionen und Ideen von Transportmitteln der Zukunft gezeigt. Achtung: Dafür sind ergänzend zum normalen Ticket kostenlose Platzkarten notwendig (ab 18 Uhr im Foyer erhältlich, nur in Verbindung mit einem Blaue-Nacht-Ticket.

Das Rathaus tanzt – oder zumindest seine Fassade. 3D-Mapping-Shows befeuern diese Illusion mit phantastischer Projektionstechnik. Der Frankfurter Künstler und Architekt Martin Böttcher nimmt die Fassade des neuen Rathauses am Hauptmarkt als Spielfläche für eine himmelstürmende Lichtkunst-Installation.

http://www.blauenacht.nuernberg.de/


Die Burgkünstler der Blauen Nacht

Einer der alljährlichen Höhepunkte der Blauen Nacht ist die Lichtkunstprojektion auf die Fassade der Kaiserburg. Die Entwürfe für die diesjährige Illumination „AD ASTRA“ werden von dem jungen Nürnberger Street-Art-Künstler und Kommunikationsdesigner Julian Vogel erarbeitet. Er wird eine ganz andere Art von Bildern zeigen, als sie bisher in der Blauen Nacht an der Burg zu sehen waren: eine Collage aus Street Art, Grafik und Malerei. Schon vor der Blauen Nacht stellt der Burg-Künstler das „making of“ seiner Arbeit für die Blaue Nacht aber auch andere Beispiele seiner Arbeit vom 3. bis 26. Mai 2013 in einer Ausstellung im KunstKulturQuartier vor. Die Werkschau zeigt, welche – auch technischen – Vorüberlegungen nötig sind, um die Kaiserburg so wirkungsvoll in Szene zu setzen. Sie bietet einen eindrucksvollen Vorgeschmack auf das, was am 4. Mai 2013 in Nürnbergs Altstadt zu erleben ist.




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