Gedenktag für die NS-Opfer

Karl Freller, Direktor der Stiftung Bayerische Gedenkstätten, Landtagspräsidentin Barbara Stamm, Staatsminister Joachim Herrmann und Lucius A. Hemmer, Intendant der Nürnberger Symphoniker (v.l.). (Foto: bayernpress)

NÜRNBERG (pm/nf) - Der Bayerische Landtag und die Stiftung Bayerische Gedenkstätten erinnern traditionell anlässlich des internationalen Gedenktags für die Opfer des Nationalsozialismusgemeinsam an die Menschen, die während der nationalsozialistischen Schreckensherrschaft ausgegrenzt, verfolgt, ermordet wurden. Stifungsdirektor Karl Freller: ,,Diese Veranstaltung ist kein Verharren im Gestern, sondern Mahnung an die Zukunft."

Der Gedenkakt fand im Musiksaal der Nürnberger Symphoniker, Kongresshalle Nürnberg, statt. Dort, auf dem ehemaligen Parteitagsgelände der Nazis, wird in Nürnberg heute ganz bewusst das dunkelste Kapitel in der deutschen Geschichte aufgearbeitet. Aus einem ehemaligen Inszenierungsschauplatz der Täter sei ein Platz geworden, an dem man auf vielfältige Weise an die unschuldigen Opfer einer hasserfüllten Ideologie erinnern könne, so Landtagspräsidentin Barbara Stamm: „Heute hat dieser Ort ein wenig von seinem Schrecken verloren. In einem Teil der Kongresshalle wurde ein Dokumentationszentrum eingerichtet. In einem anderen erhielten die Nürnberger Symphoniker ihren Sitz. So wurde aus der „Kulisse der Gewalt“ ein Ort des Lernens, des Gedenkens und der Musik - auch des Gedenkens an die Musiker, die vom NS-Regime geächtet, ins Exil getrieben oder ermordet wurden.“
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