Neuer Stadtteil an der Regensburger Straße: Zweifelnde Bürger und ökologische Bedenken

NÜRNERG (pm/nf) - Zerzabelshofer Bürgerinnen und Bürger sind besorgt über die Pläne des neuen Wohngebiets südwestlich der Regensburger Straße und östlich der Hans-Kalb-Straße. „Die dichte Bebauung und die abgeschiedene Lage des neuen Quartiers sind Hauptkritikpunkte“, berichtet Monika Krannich-Pöhler, stadtplanungspolitische Sprecherin der Grünen Stadtratsfraktion.

„Die Bürgerinnen und Bürger sorgen sich auch um die Verkehrsanbindung, die Nahversorgung und die Lärmbelastung in dem neuen Wohngebiet. Dies zeigt, dass trotz aller Dringlichkeit beim Wohnungsbau, die städtebaulichen, sozialen und ökologischen Belange sachlich abgewogen und die Bürgerinnen und Bürger der angrenzenden Stadtteile aktiv an dem Planungsprozess beteiligt werden müssen“, mahnt Krannich-Pöhler. In einem Antrag greift die Grünen Stadtratsfraktion die Fragen der Anwohner auf, und bittet die Verwaltung um einen Zwischenbericht unter anderem zum Stand der Planungen der Straßen-, Fuß- und Radwege sowie des ÖPNV-Anschlusses, von Kinderbetreuungs- und Schuleinrichtungen, öffentlicher Grünflächen und Lärmschutzmaßnahmen. Zudem fragt die Faktion nach, inwieweit die Bürgerinnen und Bürger an dem Planungsprozess des Wohngebiets beteiligt werden sollen.

Auch die ökologische Verträglichkeit des Projekts ist eine noch ungeklärte Frage. So müsste für das neue Quartier eine Waldfläche von 4,6 Hektar zwischen Regensburger Straße und der Bahngleise gerodet werden. „Diese Waldflächen sind aber von hohem ökologischen Wert“, betont Markus Ganserer Landtagsabgeordneter und Forstexperte. So kommen in dem zur Abholzung vorgesehenen Wald streng geschützte Fledermausarten vor. Wie Ganserer mit seiner schriftlichen Anfrage in Erfahrung bringen konnte, sind Fachfragen insbesondere in Hinblick auf erforderliche Ausgleichs- und Vermeidungsmaßnahmen noch ungeklärt. Aus diesem Grund fordert die Grünen Fraktion in ihrem Antrag, dass die artenschutzrechtliche Prüfung, die bisher in der vorläufigen Fassung vorliegt, im Stadtplanungs- und Umweltausschuss vorgestellt wird. „Dabei soll auch die Frage geklärt werden, ob und wie viele der alten Eichen, die auf dem Gebiet stehen, trotz geplanter Baumaßnahmen erhalten bleiben“, so Britta Walthelm, umweltpolitische Sprecherin der Grünen Fraktion.
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