Windpark bei Brunn: Regionalwerke wollen Versachlichung

REGION (pm/nf) - Mit Fakten zum geplanten Bürgerwindpark im Heiligenstadter Gemeindeteil Brunn wollen die Initiatoren des Klimaschutzprojekts in den kommenden Wochen den ,,emotionalen" Vorbehalten gegen das ökologische Vorzeigeprojekt begegnen. „Wir brauchen eine Versachlichung der Diskussion über den Bürgerwindpark“, so Hubert Treml-Franz, Geschäftsführer der Regionalwerke Bamberg: „Wer Klimaschutz und regionale Wertschöpfung möchte, stimmt am 20. Juli beim Ratsbegehren in Heiligenstadt für die Umsetzung des Bürgerwindparks.“

Die Initiatoren des Bürgerwindparks akzeptieren die Entscheidung des Marktgemeinderats, im Rahmen eines Ratsbegehrens über die Zukunft des Bürgerwindparks abstimmen zu lassen: „Jetzt haben es die Heiligenstadter in der Hand, ob sie in der Zukunft vom Ausbau der Erneuerbaren Energien auch finanziell profitieren wollen“, so Treml-Franz.

Anders als beim Oberngruber Windpark einer dänischen Betreibergesellschaft, sehe das Brunner Modellprojekt vor, dass die finanzielle Beteiligung am Windpark in der Region und bei den Einwohnern in sämtlichen Heiligenstadter Gemeindeteilen bleibt. Darüber hinaus solle mit der Mitwirkung der Kommune bei der Planung und der Entwicklung des Windparks eine möglichst hohe regionale Wertschöpfung gesichert werden.
Auch der Firmensitz der Betreibergesellschaft solle in Heiligenstadt angesiedelt werden, damit der Kommune die volle Gewerbesteuer aus dem Betrieb des Windparks zu Gute komme. Die Fläche in Brunn, die als Windkraftvorranggebiet ausgewiesen ist, werde größtenteils ackerbaulich genutzt. Sie wurde bereits im März 2012 durch die Marktgemeinde gesichert. Um Auswirkungen auf geschützte Tiere in dem Gebiet abzuschätzen, laufe seit März 2013 eine entsprechende artenschutzrechtliche Prüfung (saP-Studie), so die Mitteilung. Nach dem Ratsbegehren stelle das weitere Genehmigungsverfahren sicher, dass auch gesetzliche Grenzwerte wie beispielsweise für Schall oder Schattenwurf eingehalten werden. Auch eine Windertragsberechnung wurde bereits erarbeitet.
Danach könnten acht Windkraftanlagen der 3 MW-Klasse bei einer Jahresproduktion von 50.000 bis 60.000 Megawattstunden bis zu 15.000 Haushalte in der Region mit Ökostrom ohne klimaschädliche Kohlendioxid-Emissionen versorgen. Treml-Franz: „Der Bürgerwindpark wäre ein Musterbeispiel für gelebten Klimaschutz. Dieses zu realisieren setzt aber voraus, dass die Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger am 20. Juli aktiv ihr Votum für die Klimaschutzaktivitäten der Marktgemeinde gibt.“
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