Das war’s: Entscheidung über das Aus für den 500-Euro-Schein fällt am 4. Mai 2016

Ende besiegelt: EZB schafft den 500-Euro-Schein ab. (Foto: ©vege/Fotolia.com)
Statement: Deutscher Mittelstand verwehrt sich strikt gegen Abschaffung der 500-Euro-Note und warnt vor einer generellen Abschaffung des Bargeldes

REGION (nf) - In der nächsten Woche trifft sich der Rat der EZB (Europäische Zentralbank). Auf der Tagesordnung am 4. Mai 2016 steht die Abschaffung des 500-Euro-Scheins. Was längst von vielen befürchtet worden war - auch als Vorstufe zur völligen Abschaffung des Bargeldes - scheint jetzt Fakt zu sein. Nach Informationen des Handesblattes gehe es gar nicht mehr um das ob, sondern nur noch um das wie. Die EZB hat zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Stellungnahme abgegeben.

Geplant ist offenbar, dass vorhandene 500-Euro-Scheine weiter zum Bezahlen verwendet werden dürfen, neue Scheine werden aber nicht mehr gedruckt. Als Ausgleich sollen mehr 200-, 100- und 50-Euro Scheine produziert werden. Die 500-Euro-Scheine können angeblich unbegrenzt bei der Zentralbank umgetauscht werden.

Der deutsche Mittelstand spricht sich nachhaltig gegen die Abschaffung des Bargeldes und der EUR 500 Banknote per 4. Mai 2016 aus!

,,Die 500-Euro Banknote soll nach Auftrag an den Banknotenausschuss der EZB (BANCO) am 4. Mai 2016 mit einfacher Mehrheit durch den Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) kurzfristig abgeschafft werden. Offizielle Begründung seien der Kampf gegen Korruption und Geldwäsche sowie der Terrorfinanzierung. Diese Argumentation wird aufrecht erhalten, obwohl der Bundesbankpräsident Jens Weidmann hierzu bereits öffentlich Zweifel angemeldet hat. Lediglich 25 Prozent der Noten sind im Ausland im Umlauf oder in Verwahrung."

Der Deutsche Mittelstand, auch vertreten durch die Union Mittelständischer Unternehmen, verwahrt sich gegen diese ,,vorgeschobene" Argumentation. Tatsächlich, so die Stellungnahme des Präsidenten der UMU, Dr. Yorck Otto, ,,ist auch dieser Schritt im Zusammenhang zu sehen, mit dem Scheitern der Niedrigzinspolitik der EZB und einer konzertierten Aktion der Banken mit der unverantwortlichen Strategie der EZB, künftig Negativzinsen auf Geldvermögen zu verlangen. Diese Negativzinsen der Banken würden selbstverständlich an Privatkunden weitergegeben werden. Dies wiederum würde ebenso selbstverständlich einen massiven Abzug von Geldvermögen nach sich ziehen, der so behindert werden soll."

Der Deutsche Mittelstand, insbesondere der Handel, das Handwerk und viele kleine Betriebe seien häufig auf den sofortigen Ausgleich einer Zahlungsverpflichtung durch Barzahlung angewiesen, abgesehen von einer persönlichen Konsumverantwortung, die mit dem Umgang mit Bargeld einhergeht. Auch sei der normale Konsum nicht durch solche Maßnahmen zu erschweren, die letztlich nur einem willfährigen und für den Konsumenten teuren Bankensystem dienen solle. Die Union Mittelständischer Unternehmen fordert die uneingeschränkte, eigenverantwortliche Beibehaltung des Bargeldverkehrs und der damit einhergehenden und grundgesetzlich garantierten Freiheit der Menschen, uneingeschränkt über ihr persönliches Eigentum verfügen zu können (Art. 14 GG).
Die Respektierung dieses Grundrechtes müsse auch über dem eigenen Hinweis der EZB stehen, dass die Europäische Zentralbank eine unabhängige Institution sei und alleine über solche Entscheidungen verfügen könne.



Weitere Beiträge zum Thema:

http://www.marktspiegel.de/nuernberg/panorama/hand...

http://www.marktspiegel.de/nuernberg/lokales/mehrh...

http://www.marktspiegel.de/nuernberg/lokales/nimmt...
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.