Ärztlicher Bereitschaftsdienst: Rufnummer 116 117 noch unbekannt

Robert Müller, AOK-Direktor in Mittelfranken (Foto: AOK)
Für schwere Unfälle oder lebensbedrohliche Situationen wie Schlaganfall oder Herzinfarkt gibt es europaweit die einheitliche Notfallnummer 112. Doch wer hilft, wenn man sich nachts oder am Wochenende leicht verletzt hat oder eine schwere Grippe einen ans Bett fesselt? Unter der Rufnummer 116 117 ist bundesweit aus allen Telefonnetzen ohne Vorwahl der ärztliche Bereitschaftsdienst zu erreichen. „Auch außerhalb der Sprechzeiten können Patienten damit ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen“, sagt Robert Müller, AOK-Direktor in Mittelfranken

Nur 50 Prozent kennen die Nummer


Die einheitliche Rufnummer für den ärztlichen Bereitschaftsdienst gibt es bereits seit April 2012. Allerdings kennt nur jeder Zweite das Angebot. Die exakte Telefonnummer konnten nur wenige nennen. Dies ergab eine Umfrage der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV). Wer unter 116 117 anruft, bekommt einen diensthabenden Arzt in der Nähe genannt. In Bayern gibt es flächendeckend einen hausärztlichen Bereitschaftsdienst. Die Behandlung findet in der Regel in der Praxis des diensthabenden Arztes oder in einer Bereitschaftspraxis statt. Ist es aufgrund der Erkrankung nicht möglich, in die Praxis zu fahren, kommt der Arzt auch nach Hause.
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