Premiere bei der Weinkrone
Bekommt Franken einen Weinprinzen?
- Erstmals kämpft ein Mann um die Weinkrone. (Archivbild)
- Foto: Julien Becker/dpa
- hochgeladen von Arthur Kreklau
WÜRZBURG (dpa/lby/ak) – In Franken steht eine kleine Sensation bevor: Zum ersten Mal seit Bestehen des Wettbewerbs tritt ein Mann an, um Fränkische Weinhoheit zu werden. Maximilian Lang aus Hüttenheim, 23 Jahre alt und angehender Techniker für Weinbau und Önologie, möchte künftig ein Jahr lang die Winzerinnen und Winzer der Region vertreten. Als erster Weinprinz seiner Heimatgemeinde bringt er bereits Erfahrung im Repräsentieren mit.
Neben Lang bewerben sich drei junge Frauen um die Krone. Der Weinbauverband bestätigte, dass am 13. März in Bad Kissingen insgesamt vier Kandidatinnen und Kandidaten zur Wahl stehen. Die Jury, besetzt mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft, wird ihnen Fragen zu Weintourismus, Digitalisierung und zur Deklarierung von Zusatzstoffen stellen. Auch die Präsentation eines Lieblingsweins kann Teil der Entscheidung sein.
Alle Bewerber stammen aus Unterfranken, dem Zentrum des fränkischen Weinbaus. Mit rund 6.000 Hektar Anbaufläche ist die Region das bedeutendste Weingebiet Bayerns. Neben Lang treten Lisa Faber aus Obernbreit, 22 Jahre alt, Sonja Sehm aus Bürgstadt, 26, sowie die 21-jährige Angelina Seiler aus Stammheim an.
Die Wahl zur Fränkischen Weinkönigin hat eine lange Tradition: Seit 1950 wird das Amt jährlich vergeben. Im vergangenen Jahr trug Antonia Kraiß aus Nordheim am Main die Krone. Nun könnte erstmals ein Mann in die Fußstapfen der bisherigen Weinhoheiten treten – ein Novum, das dem Wettbewerb zusätzliche Aufmerksamkeit beschert.
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