Staubilanz für Bayern
Ferienzeit bringt über 20.000 Kilometer Stillstand
- Lange Staus bildeten sich während der bayerischen Sommerferien auch heuer wieder (Symbolbild).
- Foto: Sven Hoppe/dpa
- hochgeladen von Arthur Kreklau
MÜNCHEN (dpa/ak) – Die Sommerferien in Bayern haben auch in diesem Jahr für reichlich Geduldproben auf den Autobahnen gesorgt. Wie der ADAC Südbayern mitteilt, summierten sich zwischen dem 1. August und dem Schulbeginn in dieser Woche insgesamt 12.195 Staus mit einer beeindruckenden Gesamtlänge von rund 20.300 Kilometern. Die verlorene Zeit der Reisenden beläuft sich auf etwa 9.550 Stunden – eine Bilanz, die zeigt, wie stark der Ferienverkehr den Freistaat belastet hat.
Bereits der erste Ferientag, ein Freitag, ging als staureichster Tag in die Statistik ein. Mit 452 Staus über eine Strecke von 1.080 Kilometern mussten sich Autofahrerinnen und Autofahrer an diesem Tag besonders lange gedulden. Auch das erste Ferienwochenende brachte keine Entspannung: 988 registrierte Staus mit einer Gesamtlänge von rund 2.200 Kilometern sorgten für fast 1.000 Stunden Stillstand.
Die längsten Einzelstaus wurden Mitte September gemessen. Am 14. September standen Fahrzeuge auf der A7 zwischen Nersingen und Memmingen sowie auf der A8 zwischen dem Chiemsee und München jeweils 28 Kilometer lang im Verkehr. Bereits am 8. August hatte sich auf der A8 zwischen dem Kreuz Neufahrn und Ingolstadt ein 27 Kilometer langer Stau gebildet.
Der ADAC beobachtet dabei eine Veränderung im Reiseverhalten. Urlauber reisen nicht mehr wie früher hauptsächlich an Samstagen an und ab, sondern nutzen zunehmend flexible Zeitfenster. Diese Entwicklung führt laut Verkehrsclub zu einem insgesamt höheren Verkehrsaufkommen. Hinzu kommt, dass viele Reisende auf Wetterprognosen reagieren und bei angekündigtem Schlechtwetter ihre Urlaube oder Ausflüge vorzeitig abbrechen. Diese spontane Rückreise kann die Auslastung der Autobahnen zusätzlich in die Höhe treiben.
Die Zahlen des ADAC zeichnen ein deutliches Bild: Der Sommerurlaub bleibt für viele Menschen ein Höhepunkt des Jahres – für Bayerns Autobahnen allerdings auch eine Belastungsprobe.
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