Staatsbankett in Washington
König Charles überreicht Trump eine U‑Boot‑Glocke

Die Glocke war einst auf dem U-Boot HMS «Trump» im Einsatz. | Foto: Alex Brandon/AP/dpa
  • Die Glocke war einst auf dem U-Boot HMS «Trump» im Einsatz.
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Washington (dpa/ak) – Beim Staatsbesuch in den USA hat König Charles III. US‑Präsident Donald Trump ein ungewöhnliches Geschenk überreicht: eine polierte Schiffsglocke des britischen U‑Boots HMS „Trump“ aus dem Jahr 1944. Der Monarch erklärte beim Bankett im Weißen Haus, die Glocke solle an die gemeinsame Geschichte und an die Zukunft der beiden Nationen erinnern. Auf dem Metall prangt in großen Buchstaben der Name „TRUMP“ sowie die Jahreszahl des Baus.

Dass das U‑Boot denselben Namen trug wie der heutige Präsident, ist laut Charles reiner Zufall. Die Boote der damaligen T‑Klasse erhielten traditionell Bezeichnungen, die mit diesem Buchstaben begannen. Für Trump, der seinen Namen gern auf Gegenständen verewigt sieht – von Hotels über die Regierungsinitiative TrumpRx bis zur „Trump Gold Card“ – dürfte das Geschenk dennoch gut gewählt sein.

In seiner Rede spannte Charles den Bogen zur sicherheitspolitischen Zusammenarbeit beider Länder. Die USA hätten in Europa eine entscheidende Rolle als Verteidiger der Freiheit gespielt, sagte er. Zugleich erinnerte er daran, dass diese Freiheit durch den russischen Angriff auf die Ukraine erneut bedroht sei. Unter Trumps Regierung war die amerikanische Unterstützung für die Ukraine deutlich reduziert worden.

Trump wiederum erklärte, der König habe ihm zugestimmt, dass der Iran keine Atomwaffe erlangen dürfe. Charles selbst äußerte sich dazu nicht. In den vergangenen Wochen hatten unterschiedliche Positionen im Umgang mit dem Iran‑Krieg für Spannungen zwischen Washington und London gesorgt.

Der Monarch nutzte den Abend auch für einen humorvollen Seitenhieb. Er habe die „Anpassungen“ am Ostflügel des Weißen Hauses bemerkt, sagte er mit Blick auf Trumps Entscheidung, den East Wing kurzfristig abreißen zu lassen, um Platz für einen großen Ballsaal zu schaffen. Charles erinnerte daran, dass britische Truppen 1814 ihrerseits das Weiße Haus in Brand gesetzt hatten.

Zum Schluss griff er eine bekannte Bemerkung Trumps auf, wonach Europa ohne die USA heute Deutsch sprechen würde. Charles konterte mit einem Augenzwinkern, ohne Großbritannien würde Amerika womöglich Französisch sprechen – ein Hinweis auf die frühen französischen Kolonien auf dem Kontinent.

Autor:

Arthur Kreklau aus Fürth

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