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Ab 1.Mai
Strengere Regeln beim Biomüll

(Symbolbild) | Foto: © Marijan Murat/dpa
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  • hochgeladen von Uwe Müller

BERLIN (dpa/mue) - Deutschlands Biotonnen dürfen künftig nur noch sehr wenig Plastik enthalten, damit der organische Abfall gut zu Kompost verarbeitet werden kann.

Dafür gelten ab dem 1. Mai staatliche Regeln, denen zufolge im Biomüll Kunststoffe nicht mehr als ein Prozent des Gewichts ausmachen dürfen. Konventionelle Plastiktüten und Plastikboxen sind zwar schon jetzt im Biomüll verboten, mancherorts halten sich die Verbraucher und Gewerbetreibenden aber nicht daran. Mit den neuen Regeln steigt der Druck auf die Müllabfuhren, bessere Qualität bei den Bioabfall-Anlagen abzuliefern.

Der Anteil von Fremdstoffen generell - neben Plastik sind auch Steine, Glas, Keramik und Blechdosen gemeint - darf nicht mehr als drei Prozent des Gewichts überschreiten. Überprüft wird das in der Regel mit dem bloßen Auge, es kommen aber verstärkt Sensoren und Künstliche-Intelligenz-Anwendungen zum Einsatz. Der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) wertet die neuen Regeln positiv. Sie seien «ein wichtiger erster Schritt, um den Eintrag von Mikroplastik in die Umwelt zu verringern», sagt Verbandsvize Uwe Feige.

Folgen für Verbraucher

Für die Verbraucherinnen und Verbraucher ändert sich durch die neuen Regeln zunächst nichts, indirekt könnten sie aber die Folgen zu spüren bekommen: Die städtischen Müllabfuhren könnten ihre Anstrengungen erhöhen, damit sich die Qualität des von ihnen eingesammelten Biomülls besser wird. «Die neuen Grenzwerte richten sich primär an die Kommunen, die durch Abfallsatzungen Anreize für bessere Mülltrennung schaffen können – etwa durch Öffentlichkeitsarbeit, Gebührenmodelle oder Sanktionen bei Fehlwürfen», sagt Anja Siegesmund vom Branchenverband BDE.

Die Branchenexpertin ärgert sich zudem darüber, dass noch immer viel zu viel organische Abfälle im Restmüll landen und nicht in der braunen Tonne. Die Kommunen seien gefordert, Analysen durchzuführen und Maßnahmen einzuleiten, damit mehr Biomüll in der braunen Tonne lande.

Autor:

Uwe Müller aus Nürnberg

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