Google preferred Source So kannst du beeinflussen, mehr von marktspiegel.de in deinen Suchergebnissen zu sehen.

Weniger nackte Haut
Dirndl und Lederhose: So gehen Sie stilecht auf die Wiesn!

Bald heißt es in München wieder «O'zapft is» - und Dirndl und die Lederhosen werden rausgeholt.Felix Hörhager/dpa
3Bilder
  • Bald heißt es in München wieder «O'zapft is» - und Dirndl und die Lederhosen werden rausgeholt.Felix Hörhager/dpa
  • hochgeladen von Victor Schlampp

München (dpa/vs) - Bald heißt es in München wieder «O'zapft is» - und Dirndl und die Lederhosen werden rausgeholt. Nach der wichtigsten Frage «Geht's noch zu?» stellt sich die zweite: «Zieht man das so noch an?» Anbei die aktuellen Trends für die Wiesen 2026 und was geht, und was eher nicht.

Die Dirndl werden (noch) länger - und traditioneller. Man trägt Rot-, Grün - oder Brauntöne. Und Finger weg von Turnschuhen. Beim Dekolleté dagegen dürfen Frauen weiter andeuten, welche nackten Tatsachen sich darunter befinden:  So fassen Trachtenexperten den Trend für dieses Jahr zusammen.

Die Trachtenmode zeige sich «wieder sehr an traditionellen Vorbilden orientiert. Mehrfach war auch schon das Wort "altmodisch" zu lesen. Dies betrifft Farben und Formen», sagt Tobias Appl, Bezirksheimatpfleger in der Oberpfalz.

Dirndl gehen übers Knie

«Praktisch alle Dirndl gehen von der Länge her über die Knie, viele sind hochgeschlossen. Vor einem Jahrzehnt hätten wohl viele junge Dirndlträgerinnen dazu "richtig spießig" gesagt.» Billig-Dirndl wie sie vor einigen Jahren die Pop-Up-Läden rund um den Münchner Hauptbahnhof füllten, sehe man kaum noch.

Bei den Farben dominieren in diesem Jahr aus Sicht von Axel Munz, Geschäftsführer des Trachtenunternehmens Angermaier, Rot- und Grüntöne bei den Damen. | Foto: Felix Hörhager/dpa
  • Bei den Farben dominieren in diesem Jahr aus Sicht von Axel Munz, Geschäftsführer des Trachtenunternehmens Angermaier, Rot- und Grüntöne bei den Damen.
  • Foto: Felix Hörhager/dpa
  • hochgeladen von Victor Schlampp

Bei den Farben dominieren in diesem Jahr aus Sicht von Axel Munz, Geschäftsführer des Trachtenunternehmens Angermaier, Rot- und Grüntöne bei den Damen. Rainer Wenrich, Kunst- und Modeexperte von der Katholischen Universität Eichstätt, sieht «wunderschöne lange Dirndl» im gedeckten Grün, «Apfel und auch Oliv», in erdigen Tönen, «etwas elegantes Pastell, Vanille, etwas Beere».

«Ton-in-Ton»

Der «Ton-in-Ton»-Look sei sehr präsent. «Auch die Bluse (mit dezenten Puff- und Rüschenarmeln) wird darauf abgestimmt - insgesamt ein eleganter Trachten-Look. Das alles in hochwertigen Materialien, auch Leinen, Samt und Kord» und matt glänzender Seide.

«Dirndl und Blusen mit Flügelärmeln, teilweise abnehmbar, sind populär», sagt Angermaier-Geschäftsführer Munz. Spitze liegt seinen Angaben zufolge im Trend, ebenso Samt, der mit Enzian oder Edelweiß bestickt ist. Und auch er sagt: «Neben der Midi-Länge 65 und 70 Zentimeter werden Modelle mit 75 und 80 Zentimetern Länge immer stärker.»

Seidentücher einbinden

Alexander Wandinger von der Trachtenfachberatung bei der Bezirksheimatpflege Oberbayern sieht noch einen etwas innovativeren Modetrend: «Eine schöne und neue Idee ist es wertige Seidentücher in die Schürzenschleife mit einzubinden», sagt er. «Das funktioniert auch, wenn das Schürzenband mit einer Schließe im Rücken geschlossen wird und das Seidentuch dann als Schleife und Blickfang fungiert.»

Und die Männer?

«Bei den Männern gibt es - auch in München - immer mehr den Mix zwischen besonders schönen historischen originalen Trachten», sagt Wandinger. No-Gos sind aus Sicht von Angermaier-Chef Munz «Tennissocken zur Lederhose, schlecht sitzende Lederhosen, die ausgebeult aussehen, Kurzarmhemden und Lederhosen aus Plastik».

Die No-Gos für Männer und Frauen beschreibt Influencerin und Wiesn-Gängerin Cathy Hummels so: «Mein größtes No-Go ist es, sich für die Wiesn zu verkleiden. Tracht ist schließlich kein Kostüm. Man darf modisch und mutig sein, aber für mich sollte der Look immer eine gewisse Wertigkeit behalten.»

Bezirksheimatpfleger Appl macht - mit Blick auf das Gäubodenfest in Straubing - derweil all denjenigen Mut, die keine Lust haben, sich zur Wiesn in die Tracht zu werfen: «Was meiner Einschätzung nach insgesamt auffällt ist, dass die "Uniformierung", das heißt, dass man vor einigen Jahren den Eindruck hatte, als wäre Tracht bei Volksfesten vorgeschrieben und Voraussetzung für einen Zeltbesuch, endgültig vorbei sind.»

Bald heißt es in München wieder «O'zapft is» - und Dirndl und die Lederhosen werden rausgeholt.Felix Hörhager/dpa
Bei den Farben dominieren in diesem Jahr aus Sicht von Axel Munz, Geschäftsführer des Trachtenunternehmens Angermaier, Rot- und Grüntöne bei den Damen. | Foto: Felix Hörhager/dpa
Bei den Männern gibt es immer mehr den Mix zwischen besonders schönen historischen originalen Trachten. | Foto:  Felix Hörhager/dpa
Autor:

Victor Schlampp aus Schwabach

Webseite von Victor Schlampp
Victor Schlampp auf Facebook
Victor Schlampp auf Instagram
Victor Schlampp auf X (vormals Twitter)

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

14 folgen diesem Profil

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Karte einbetten

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Code einbetten

Funktionalität des eingebetteten Codes ohne Gewähr. Bitte Einbettungen für Video, Social, Link und Maps mit dem vom System vorgesehenen Einbettungsfuntkionen vornehmen.
Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.