Steigende Belastungen im Alltag
Umfrage zeigt wachsende Sorge vor neuen Preisschüben
- An der Tankstelle bekommen die Menschen die Folgen des Iran-Kriegs zu spüren. (Archivbild)
- Foto: Jonas Walzberg/dpa
- hochgeladen von Arthur Kreklau
Wiesbaden (dpa/ak) – Die jüngsten Ausschläge am Energiemarkt hinterlassen deutliche Spuren im Alltag vieler Menschen. Laut einer aktuellen Schufa‑Befragung aus dem März rechnen 77 Prozent der 1.000 Teilnehmenden damit, dass die Preise weiter steigen werden. Fast ebenso viele fürchten höhere Kosten für Strom und Kraftstoffe. Der Iran‑Krieg hat die Lebenshaltung in Deutschland spürbar verteuert und die Inflationsrate im März auf 2,7 Prozent gehoben – den höchsten Wert seit Januar 2024. Im Februar hatte sie noch bei 1,9 Prozent gelegen.
Besonders deutlich zeigt sich der Preissprung bei Energie. Erstmals seit Dezember 2023 zogen die Kosten wieder kräftig an: Haushaltsenergie und Kraftstoffe lagen im März um 7,2 Prozent über dem Vorjahresniveau. Vor allem Heizöl und Sprit wurden teurer. Die Bundesregierung versucht gegenzusteuern und kündigte zu Wochenbeginn an, die Steuern auf Diesel und Benzin für zwei Monate um rund 17 Cent brutto pro Liter zu senken.
Für viele Haushalte kommt diese Entlastung spät. Nur 22 Prozent der Befragten geben an, noch ausreichend Rücklagen zu besitzen, um steigende Kosten abzufedern. 36 Prozent befürchten, dass ihre finanziellen Polster nicht reichen werden. 16 Prozent haben ihre Ersparnisse bereits aufgebraucht, weitere 22 Prozent hatten nach eigener Aussage nie welche. Schufa‑Vorstandschefin Tanja Birkholz ordnet die Ergebnisse so ein, dass vor allem Menschen mit geringem Einkommen die Preissteigerungen unmittelbar spüren. Die Auskunftei hatte zunächst Ende Februar befragt und die Umfrage nach Beginn des Iran‑Krieges im März erneut durchgeführt.
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