KI und Hausaufgaben
Wie viele Jugendliche nutzen die Hilfe aus dem Internet?
- Laut Umfrage nutzen fast alle älteren Schüler KI-Tools.
- Foto: Carmen Jaspersen/dpa (Symbolbild)
- hochgeladen von Victor Schlampp
Düsseldorf (dpa/vs) - Wer intelligente Eltern hatte, war als Schüler bereits früher im Vorteil, wenn es um das Erledigen von Hausaufgaben oder die Vorbereitung eines Referates ging. Dann kam das Internet, das man fragen konnte, und jetzt auch noch die Künstliche Intelligenz. Wird das auch von den Schülern genutzt? - Eine aktuelle Umfrage liefert interessante Zahlen.
Ob für Hausaufgaben, Referate oder zur Nacharbeitung von Unterrichtsstoff: Ältere Schülerinnen und Schüler nutzen einer Umfrage zufolge fast ausnahmslos Künstliche Intelligenz. Und viele von ihnen sogar täglich oder mehrmals pro Woche, wie eine nach eigenen Angaben repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag von Vodafone ergab. Dafür waren 1.000 Schüler aller weiterführenden Schulformen zwischen 16 und 19 Jahren im August befragt worden, wie eine Vodafone-Sprecherin sagte.
Nur eine kleine Minderheit verzichtet auf KI-Nutzung
Zur Recherche für Referate oder Hausarbeiten befragt, sagten demnach nur 2 Prozent der Befragten, nie auf KI-Support zurückzugreifen. 69 Prozent der Schülerinnen und Schüler nutzen ChatGPT und Co. für diese Zwecke häufig: 25 Prozent gaben an, solche KI-Tools täglich zu nutzen und 44 Prozent sagten, sie nutzten diese mehrfach pro Woche. Die restlichen 29 Prozent verteilen sich laut Unternehmenssprecherin auf eine weniger häufige Nutzung: einmal pro Woche (13 Prozent), mehrmals im Monat (9 Prozent) oder noch seltener (7 Prozent).
Ähnlich gaben 26 Prozent an, zur Hausaufgaben-Erstellung täglich KI zu verwenden. Und 40 Prozent nutzen Künstliche Intelligenz für Hausaufgaben mehrmals in einer Woche. Nur 4 Prozent verzichten darauf nach eigener Aussage komplett. Drei Viertel der Befragten greifen auf KI zudem regelmäßig zurück, um Lernstoff nach dem Unterricht daheim aufzubereiten.
Das Unternehmen bilanzierte: Für etwa drei von vier Jugendlichen zwischen 16 und 19 Jahren sei KI fester Bestandteil des Schulalltags. Diese Technologie solle das Denken unterstützen, aber nicht ersetzen, betonte Vodafone-Deutschlandchef Marcel de Groot. KI als gezieltes Recherche-Instrument könne beim besseren Lernen helfen. Aber: «Wer Hausaufgaben komplett von der KI erledigen lässt, verpasst den eigentlichen Wert des Lernens.»
KI ist im Unterricht angekommen – nicht überall gleich stark
Im Unterricht spielt KI ebenfalls eine immer größere Rolle: 32 Prozent der Jugendlichen berichteten, dass Themen wie Anwendungen, Funktionsweisen, Chancen und Risiken oder moralisch-ethische Aspekte häufig im Klassenzimmer behandelt würden. Bei 38 Prozent der befragten Schüler kommen KI-Themen zumindest gelegentlich im Unterricht vor. 30 Prozent gaben an, das werde eher selten oder nie thematisiert.
Laut Sprecherin sieht sich der Konzern in Fragen rund um die Medienkompetenz mit in der Verantwortung und hatte die Umfrage daher beauftragt.
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