Havarie vor der Schleuse Hausen
Main‑Donau‑Kanal nach Schiffsunfall erneut gesperrt
- Nach der Havarie eines Güterschiffs auf dem Main-Donau-Kanal im Kreis Forchheim ist der Schiffsverkehr dort vorerst eingestellt.
- Foto: Daniel Löb/dpa
- hochgeladen von Arthur Kreklau
Hausen (dpa/lby/ak) – Auf dem Main‑Donau‑Kanal ist es erneut zu einem schweren Schiffsunfall gekommen. Vor der Schleuse Hausen im Landkreis Forchheim havarierte am Donnerstag ein 110 Meter langes Güterschiff, wie die Verkehrspolizei Bamberg bestätigte. Die Ruderanlage des Frachters fiel demnach plötzlich aus, woraufhin der niederländische Kapitän die Kontrolle verlor. Das Schiff stellte sich quer, prallte mit Bug und Heck gegen beide Ufer und wurde dabei beschädigt.
Durch den Aufprall drang große Mengen Wasser in den Hauptmaschinenraum ein. Die Feuerwehr Hausen verhinderte mit leistungsstarken Pumpen, dass der Frachter sank. In der Nacht rückte eine Spezialfirma an, um das Leck provisorisch abzudichten. Dennoch bleibt die Schifffahrt auf dem betroffenen Abschnitt des Kanals vorerst eingestellt.
Es ist bereits der zweite Vorfall dieser Art innerhalb weniger Tage. Erst in der vergangenen Woche war bei Fürth ein Güterschiff leckgeschlagen, was zu erheblichen Verzögerungen auf der wichtigen Wasserstraße führte. Der Main‑Donau‑Kanal verbindet seit 1992 die Flusssysteme von Rhein und Donau und ermöglicht damit eine durchgehende Schifffahrtsroute vom Schwarzen Meer bis zur Nordsee.
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