Abschied von Dr. med. Klaus Swoboda
Chefarzt geht in den Ruhestand

v.l. Prof. Dr. Jürgen Gschossmann, Dr. Klaus Swoboda, Sven Oelkers vor dem Klinikum am Standort Forchheim.
  • v.l. Prof. Dr. Jürgen Gschossmann, Dr. Klaus Swoboda, Sven Oelkers vor dem Klinikum am Standort Forchheim.
  • Foto: Klinikum Forchheim-Fränkische Schweiz
  • hochgeladen von Roland Rosenbauer

FORCHHEIM (fs/rr) – Viel fehlt nicht, dann hätte Klaus Swoboda sein 25. Dienstjubiläum im Klinikum Forchheim-Fränkische Schweiz gefeiert. Am 1. November 1996 begann er seine Tätigkeit als Chefarzt für die neu gegründete Röntgenabteilung am alten Städtischen Krankenhaus in der Spitalstraße. Im Juli wurde er in den Ruhestand verabschiedet. Sowohl Geschäftsführer Sven Oelkers als auch der ärztliche Direktor Prof. Dr. med. Jürgen Gschossmann dankten dem scheidenden Chefarzt der Radiologie im Namen aller Mitarbeiter für die geleisteten Dienste und verabschiedeten ihn mit einem großen Blumenstrauß.

„Chefarzt Dr. Klaus Swoboda prägte über ein Vierteljahrhundert lang die Radiologie im Forchheimer Krankenhaus und hat sie fachlich und technisch weiter ausgebaut“, so Sven Oelkers. Zehn Jahre, bis Ende 2017, vertrat der Radiologe die leitenden Ärzte des Forchheimer Klinikums als ärztlicher Direktor und damit Teil der Betriebsleitung zusammen mit dem Krankenhausdirektor und der Pflegedirektorin. Als Vorsitzender der Hygienekommission hat er sich insbesondere um die Krankenhaushygiene verdient gemacht. Im Krankenhausvergleichsreport der Universität Freiburg von 2018/2019 liegt der Antibiotikaverbrauch des Klinikums bei Kliniken mit weniger 400 Betten weiterhin im guten Durchschnitt. Die Verabreichung von Arzneistoffen mit einem breiten antimikrobiellen Wirkspektrum begünstigt die Entwicklung von Resistenzen bei Bakterien und anderen Mikroorganismen.

Bei der Bauplanung Strahlenweg berücksichtigen

Nach spannenden Episoden in seinem Arbeitsleben befragt, fallen dem Chefarzt die Planung und der Bau des Krankenhausneubaues in der Krankenhausstraße 10 ein. Bei der Konzeption der Röntgenabteilung war sein Sachverstand gefragt, als es um die Anordnung und Ausrichtung der Röntgengeräte ging. Sie sollten so platziert sein, dass der Strahlenweg nicht auf wartende Patienten gerichtet sind: „Wir haben die Anordnung der Geräte in der Planungsphase immer wieder umgestellt und die Architekten fast zur Weißglut getrieben“, erinnert sich der 64-Jährige schmunzelnd.

Eine große technische Neuerung stellte anlässlich des Umzuges in den Neubau die Umstellung vom klassischen Röntgenfilm mit Nassentwicklung auf die elektronische Speicherfolientechnik dar, welche die digitale Bildnachbearbeitung und –Speicherung ermöglicht.

Moderne, leistungsstarke Geräte für bildgebende Verfahren

Die Anschaffung des 1-Tesla Kernspintomographen "Harmony" im Jahr 2000 erweiterte das Spektrum des damaligen Städtischen Krankenhauses: Dieses schonende, praktisch risikolose Verfahren, auch Magnetresonanztomographie genannt, setzt ein starkes Magnetfeld und elektromagnetische Wellen ein, um die unterschiedlichen Gewebestrukturen und deren krankhafte Veränderungen sichtbar zu machen. Wichtige Einsatzgebiete sind die präzise Darstellung von Entzündungen, die Früherkennung von Tumoren und die Darstellung von krankhaften Gefäßprozessen. Mittlerweile wurde das Gerät durch ein deutlich stärkeres 3-Tesla-Gerät ersetzt.

2016 wurde die Ausstattung der Radiologie um einen neuen strahlungsärmeren Computertomographen, dem CT „Somatom Definition AS 64“ ergänzt, welcher mit 64 Zeilen/Schichten pro Rotation eine längere Untersuchungsstrecke und höhere Bildqualität erlaubt.

„Früher wollte ich eigentlich Internist werden“, gesteht der Radiologe: “Es haben nur noch zwei Jahre gefehlt, aber dann war eine passende Röntgenstelle in Straubing frei.“ Rückblickend habe die Arbeit Spaß gemacht, sei aber auch stressig gewesen mit oftmals mehr als 40 Arbeitsstunden pro Woche.

Am Ende seiner Dienstzeit möchte er sich bei allen seinen Mitarbeitern bedanken, auf die er sich 100 prozentig verlassen konnte, namentlich bei Dr. Gerald Beck, leitender Oberarzt, Karola Zirnsack, leitende MFA und seiner Chefsekretärin Ingrid Stirnweiß.

Dr. Klaus Swoboda (64) ist in Herrsching am Ammersee geboren und aufgewachsen. Er besuchte das Max-Born-Gymnasium in Germering. An der Uni Regensburg studierte er vorklinische Medizin, dann setzte er sein Studium am Klinikum Rechts der Isar in München fort. Von 1981 bis 1983 war Klaus Swoboda als Wehrpflichtiger Stabsarzt für 15 Monate bei der Bundeswehr. Es folgten Assistenzarzttätigkeiten (Inneres und Röntgendiagnostik) in Regensburg und in Straubing, Facharztprüfung für Radiologische Diagnostik 1991 und von 1992 bis 1996 Oberarzt am Klinikum Passau. Dr. Klaus Swoboda ist verheiratet und hat zwei erwachsene Söhne, 28 und 30 Jahre alt.

Autor:

Roland Rosenbauer aus Forchheim

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