Mütter und Väter können sich als Moderatoren ausbilden lassen
Landkreis startet das Projekt Elterntalk

Start Elterntalk (v. l. n. r. : Jutta Strom-Haensch, Katja Franz, Landrat Dr. Hermann Ulm, Jugendamtsleiterin Dagmar May).
  • Start Elterntalk (v. l. n. r. : Jutta Strom-Haensch, Katja Franz, Landrat Dr. Hermann Ulm, Jugendamtsleiterin Dagmar May).
  • Foto: Landkreis Forchheim
  • hochgeladen von Roland Rosenbauer

FORCHHEIM (lra/rr) – „Elterntalk“ ist gefragt wie nie zuvor – im letzten Jahr waren mehr als 18.000 Eltern in ganz Bayern dabei – auch Eltern in Forchheim profitieren nun - so Familienministerin Schreyer.

Die Erziehung von Kindern ist nicht immer leicht. Digitale Medien, Suchtvorbeugung und Wertevermittlung beschäftigen viele Mütter und Väter. Dazu Bayerns Familienministerin Kerstin Schreyer: „Elterntalk ist eine einzigartige Form der Unterstützung und Beratung. Eltern sollen wissen, sie sind mit ihren Fragen, Sorgen oder Zweifeln nicht allein – anderen geht es ganz genauso. In den moderierten Gesprächen können sich Mütter und Väter über ihre Sichtweisen austauschen. Herkunft, Bildungsabschluss oder die familiäre Lebensform spielen dabei keine Rolle. Grundlage des Erfolgs sind die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Ihnen sage ich für ihr großartiges Engagement herzlich danke.“

Seit Juli ist der Landkreis Forchheim mit diesem Angebot dabei. Damit profitieren nun Eltern in insgesamt 47 bayerischen Landkreisen und kreisfreien Städten von diesem Konzept. „Ich lade auch alle anderen Kommunen ein, Elterntalk anzubieten“, so Schreyer.

Familienbildung im Fokus

Auch die Leiterin des Amtes für Jugend, Familie und Senioren des Landkreises Forchheim, Dagmar May, sieht in dem Start von Elterntalk einen weiteren Mosaikstein im Puzzle Familienbildung. Uns ist es wichtig, Familien möglichst frühzeitig bei der Erziehung ihrer Kinder zu unterstützen und zu fördern.

Es handelt sich um ein Projekt von Eltern für Eltern, das 2001 durch die Aktion Jugendschutz Landesarbeitsstelle Bayern e. V. ins Leben gerufen wurde. Es wird seit Beginn an von der Bayerischen Staatsregierung unterstützt. Neben der staatlichen Förderung übernimmt der Landkreis/Amt für Jugend, Familie und Senioren die Restförderung dieses präventiven Angebotes. Enorm ist auch die integrative Kraft: Im letzten Jahr haben Mütter und Väter aus 87 Herkunftsländern gemeinsam Erziehungsfragen diskutiert.

In moderierten Gesprächsrunden im privaten Rahmen unter der Leitung von ausgebildeten Moderatorinnen, die selbst Mütter oder Väter sind, tauschen sich Eltern über Erziehungsthemen aus. Durch die Diskussion bekommen Eltern neue Informationen und Handlungsideen, um ihr Erziehungsverhalten besser reflektieren zu können. Im Unterschied zu Erziehungskursen oder Vorträgen erhalten hier Eltern keine vorgefertigten Lösungsvorschläge, sondern erarbeiten im Austausch Erziehungsstrategien für ihre individuelle familiäre Situation. Die häufigsten Themen sind: Medien, Konsum sowie Suchtvorbeugung.

Interessierte Eltern können sich bewerben

Für den Landkreis Forchheim ist Elterntalk am Familienstützpunkt Forchheim angegliedert. Mit der Durchführung dieses Programms wurde die Leiterin Katja Franz beauftragt und ist damit für die Akquise, Schulung und Koordination der Moderatorinnen zuständig. Standortbeauftragter ist das Amt für Jugend und Familie. In enger Kooperation mit den anderen Familienstützpunkten soll das Konzept im ganzen Landkreis angeboten werden.

Interessierte Mütter oder Väter, die sich als Moderatoren ausbilden lassen möchten, sind eingeladen, sich ab 1.September an Katja Franz unter katja.franz@awo-forchheim.de zu wenden. Weitere Informationen bei Jutta Strom-Haensch, Koordinatorin Familienbildung im Amt für Jugend, Familie und Senioren unter jutta.strom-haensch@lra-fo.de.

Autor:

Roland Rosenbauer aus Forchheim

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