Qualitätsmanagement im Klinikum
Patientensicherheit ist oberstes Ziel

Auditorin Elinor Lorenz-Ginschel vor einem Medizinschrank auf Station im Klinikum.
  • Auditorin Elinor Lorenz-Ginschel vor einem Medizinschrank auf Station im Klinikum.
  • Foto: Klinikum Forchheim-Fränkische Schweiz
  • hochgeladen von Roland Rosenbauer

FORCHHEIM (fs/rr) – Alle Jahre wieder werden die Prozessabläufe in allen Fachbereichen im Klinikum Forchheim-Fränkische Schweiz stichprobenartig untersucht. „Letztendlich dienen diese Prüfungen dem obersten Ziel, die Sicherheit der Patienten zu gewährleisten“, erläutert die Auditorin der Firma DEKRA Certification GmbH, Elinor Lorenz-Ginschel. Das Klinikum hat heuer das Qualitätsmanagement-Audit sehr gut bestanden.

„Wie viele Patientenplätze hat die Abteilung? Wie viele Betten davon sind heute belegt? Ist die Patientenakte in elektronischer Form vorhanden oder noch als Papier? Wo sieht man die ärztliche Anamnese, wo die pflegerische Vorgeschichte einer Krankheit? “ Elinor Lorenz-Ginschel achtet bei den Abläufen, die ein Patient des Klinikums von der Aufnahme bis zur Entlassung durchläuft, besonders auf die Dokumentation, Aufklärung, Einweisung und Schulung des Personals und die Kommunikation unter Einhaltung der Schweigepflicht und Umsetzung der Datenschutzgrundverordnung.

Auf der gerade geprüften Station gibt es wenig zu bemängeln. Der Pflegestatus der Patienten ist übersichtlich dokumentiert, die Vitalzeichen und Fieberkurve werden gleich bei der Aufnahme oder Übernahme von der Notaufnahme festgehalten. Beim Wundmanagement lobt sie die Fotodokumentation der Wunden, damit man die Veränderungen vergleichen kann. Für chronische Wunden empfiehlt sie die Einrichtung eines Expertenstandards über den Wundmanager hinaus, den es bereits am Klinikum gibt. Kritisch schaut sie auf eine Aufklärungsbroschüre: „Die wurde 2009 das letzte Mal aktualisiert. Das ist schon lange her.“
Einen letzten Blick wirft sie in den Medizinschrank. Wer dokumentiert den Verbrauch? Sie notiert sich, dass bei Betäubungsmitteln die Rezeptnummer auf der Ein- und Ausgabenliste zu vermerken sind. Bei Haupt- und Nebenabweichungen von der Norm erhält das Klinikum eine Frist zum Nachbessern.

Katja Severa, stellvertretende Qualitätsmanagementbeauftragte erklärt: „Ziel des Qualitätsmanagements am Klinikum ist eine kontinuierliche Verbesserung der Strukturen, Prozesse und Ergebnisse im gesamten Krankenhaus. Im Mittelpunkt steht die bestmögliche Patientenversorgung unter den von Gesetzgeber und Kostenträger vorgegebenen Rahmenbedingungen.“

Die Erst-Zertifizierung nach DIN ISO 9001 wurde bereits im Jahr 2004 durchgeführt. Eine erneute Zertifizierung findet alle drei Jahre statt. Dazwischen wird der Qualitätsstatus durch jährliche Überwachungsaudits bewertet. Es untersuchen speziell geschulte Auditoren, ob Prozesse, Anforderungen und Richtlinien die geforderten Standards erfüllen.

Autor:

Roland Rosenbauer aus Forchheim

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