Willkommenskultur der Fürther Kirchengemeinden
Begegnungsangebote für Geflüchtete

Geflüchtete und Fürther Ehrenamtliche – ein großes Team engagiert sich jeden Donnerstag im Willkommens-Café im Gemeindehaus von St. Michael.
 | Foto: C. Lehner
  • Geflüchtete und Fürther Ehrenamtliche – ein großes Team engagiert sich jeden Donnerstag im Willkommens-Café im Gemeindehaus von St. Michael.
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FÜRTH (pm/ak) - Über die Stadt verteilt gibt es zurzeit in fünf Kirchengemeinden Begegnungsangebote für Geflüchtete: im Gemeindehaus der Heilig-Geist-Kirche, der Wilhelm-Löhe-Gedächtniskirche, der Auferstehungskirche, von St. Michael und Maria Magdalena. Die meisten Menschen kommen aus der Ukraine. Sie suchen Orientierung und Unterstützung und freuen sich über die Möglichkeit, sich  auszutauschen.

In den Räumen der Auferstehungskirche in der Rudolf-Breitscheid-Str. 37 treffen sich zum Willkommens-Café jeden Dienstag zwischen 10 bis 40 Personen, in erster Linie ukrainische Frauen mit Kindern.

Als die ersten Menschen nach Beginn des Krieges aus der Ukraine flüchteten und in Fürth ankamen, entstand der Wunsch etwas zu tun. Pfarrerin Irene Stooß-Heinzel und Conni Hufeisen vom Quartiersbüro Oststadt fassten den Plan, den Geflüchteten eine Möglichkeit anzubieten, sich mit anderen Geflüchteten zu treffen und reden zu können, bei konkreten Fragen und Problemen Hilfe zu leisten, aber auch mit den Fürther*innen in Kontakt zu kommen. Die Kirchengemeinde, das Quartiersbüro, der Verein der Russland-Deutschten und das Nehemiateam e.V. entwickelten miteinander die Idee des Willkommens-Cafés. Inzwischen organisieren sich die Beteiligten über den Messenger Signal. Es gibt eine Helfenden- und eine Aufgabenliste und Ehrenamtliche, ohne die es nicht funktionieren würde.

Beim Willkommens-Café gibt es Kaffee und Kuchen und Spielangebote für die Kinder. Eine Ehrenamtliche hat mittlerweile ein zusätzliches Mutter-Kind-Treffen organisiert - national-international, immer donnerstags im Gemeindehaus. Außerdem gibt es seit Juni zwei Mal in der Woche vormittags (Montag und Donnerstag) eine Kindergruppe für ukrainische Kindergartenkinder (3 bis 6 Jahre) mit ukrainischen Fachkräften. Der Träger ist das Nehemia-Team, die Gemeinde stellt kostenlos das Gemeindehaus zur Verfügung.

Für Pfarrerin Irene Stooß-Heinzel gehört dieser Einsatz zum diakonischen Auftrag der Kirche. Sie bezieht sich auf den biblischen Aufruf "Fremdlinge zu beherbergen“ und sagt: „Ich sehe es als die einzige Möglichkeit, selbst etwas in dieser Krise zu tun. Ich kann ja keine Panzer aufhalten, aber denen helfen, die hier ankommen - und dafür sorgen, dass sie sich willkommen fühlen und Hilfe bekommen.“

Aktuell planen die Teams in den Gemeinderäumen der Auferstehungskirche (Rudolf-Breitscheid-Str. 37) und in St. Michael (Kirchenplatz 7) auch im August ihre Angebote aufrechtzuerhalten. Im Gemeindezentrum der Heilig-Geist-Kirche gibt es eine zweiwöchige Pause (2. und 9. August). Ab 16.8. wird dann jeden Dienstag ab 8.30 Uhr wieder ein Frühstück im Gemeindezentrum Heilig Geist (Max-Planck-Straße 15, 90766 Fürth) angeboten. Im Ökumenischen Zentrum der Kirchengemeinde Maria Magdalena und im Gemeindehaus der Wilhelm-Löhe-Gedächtniskirche (Kronacher Straße 27, 90765 Fürth) beginnen die Willkommens-Cafés voraussichtlich erst nach den Sommerferien.

Autor:

Arthur Kreklau aus Fürth

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