EU-Förderung für Gräfenberger Vorzeigeprojekt

Von links nach rechts stehend: Erster Bürgermeister der Stadt Gräfenberg Hans-Jürgen Nekolla, Landtagsabgeordneter Thorsten Glauber und Landrat Dr. Hermann Ulm. Sitzend: Regierungspräsidentin Heidrun Piwernetz beim Eintrag ins Goldene Buch der Stadt Gräfenberg.
  • Von links nach rechts stehend: Erster Bürgermeister der Stadt Gräfenberg Hans-Jürgen Nekolla, Landtagsabgeordneter Thorsten Glauber und Landrat Dr. Hermann Ulm. Sitzend: Regierungspräsidentin Heidrun Piwernetz beim Eintrag ins Goldene Buch der Stadt Gräfenberg.
  • Foto: Hermann Danter
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GRÄFENBERG (pm/rr) – Großer Erfolg für die Stadt Gräfenberg: Als eine von bayernweit zwölf Kommunen wurde sie für die Förderung "Energieeinsparungen in öffentlichen Infrastrukturen" im Rahmen des EFRE-Programms "Investitionen in Wachstum und Beschäftigung" Bayern 2014–2020 ausgewählt.

Der Freistaat Bayern fördert hierbei mit Unterstützung des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) Kommunen bei vorbildhaften Maßnahmen zur Erhöhung der Energieeffizienz, zum verstärkten Einsatz regenerativer Energieträger oder zur Nutzung neuer Techniken.

Ein gutachterlich begleitetes Auswahlgremium hat im April 2016 entschieden, den Gräfenberger Projektvorschlag "Energieeffiziente Entwicklungsplanung für eine Altstadt und ein denkmalgeschütztes Scheunenviertel" in die aktuelle Förderperiode aufzunehmen. Regierungspräsidentin Heidrun Piwernetz übereichte nun einen ersten Förderbescheid an Hans-Jürgen Nekolla, Bürgermeister der Stadt Gräfenberg.

Die Gesamtkosten der Gräfenberger Maßnahme belaufen sich auf 1.617.679 Euro, von denen 1.334.564 Euro förderfähig sind. Zunächst werden der Stadt Gräfenberg als 1. Rate Finanzhilfen in Höhe von 570.000 Euro gewährt. Davon stammen 50 Prozent aus EU- und 25 Prozent aus Landesmitteln. Die Landesmittel werden vom Bayerischen Landtag zur Verfügung gestellt. Die Gesamthöhe der Zuwendung beträgt insgesamt voraussichtlich 1.008.800 Euro.

Nahwärmeversorgung soll Ölheizungen ersetzen

Die Stadt Gräfenberg beabsichtigt eine Nahwärmeversorgung der Innenstadt mit mehreren kommunalen Gebäuden sowie privaten Wohn- und Geschäftshäusern. Dazu wird von einem bereits bestehenden Hackschnitzelheizwerk eine Wärmetrasse, d.h. ein Verteilernetz, in die Innenstadt geführt, das die Gebäude mit Wärme versorgt. Dadurch können die mittlerweile in die Jahre gekommenen, ineffizienten Ölheizungen stillgelegt bzw. ausgetauscht werden. Ziel der kommunalen Maßnahme ist es, von fossilen Energieträgern unabhängig zu werden und die CO2-Emissionen zu reduzieren. Durch die Verwendung von Hackschnitzeln aus lokalen Ressourcen, d.h. aus städtischen sowie privaten Wäldern auf Gemeindegebiet, soll zudem die regionale Wertschöpfung gesteigert werden.

In einem ersten Schritt sollen zunächst kommunale bzw. öffentliche Gebäude an das zu errichtende Verteilernetz angeschlossen werden: die Verwaltungsgebäude der Verwaltungsgemeinschaft Gräfenberg, das "Haus des Bürgers", das Historische Rathaus und das Evangelische Pfarrgemeindehaus.

Die Gebäude zeigen alle eine nicht mehr zeitgemäße Anlagentechnik mit entsprechend hohen Anlageverlusten und hohe CO2-Ausstöße durch die Verfeuerung von Heizöl. Im weiteren Verfahren sollen auch private Eigentümer und das Scheunenviertel an das Nahwärmenetz angebunden werden.

Autor:

Roland Rosenbauer aus Forchheim

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