Eltern, Lehrer und Schüler halten zusammen
Die Pestalozzi-Grundschule und Corona

Elke Wilhelm, Schulleiterin der Pestalozzi-Grundschule, und Birgit Huber, Erste Bürgermeisterin von Oberasbach, mit einer der hocheffizienten Luftreinigungsanlage.
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  • Elke Wilhelm, Schulleiterin der Pestalozzi-Grundschule, und Birgit Huber, Erste Bürgermeisterin von Oberasbach, mit einer der hocheffizienten Luftreinigungsanlage.
  • Foto: © Stadt Oberasbach
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OBERASBACH (pm/ak) - Eltern, Lehrer und Schüler haben in den letzten Monaten leidlich erfahren, vor welche Herausforderungen sie durch die Corona-Pandemie gestellt wurden und immer noch werden. Auch der Stadtrat berät immer wieder, wie die Lage der Schulen in Oberasbach verbessert werden kann und fasste entsprechende Beschlüsse: die Beschaffung von iPads zur Ausleihe an Schüler, Bereitstellung der erforderlichen Infrastrukturen, um das Handling dieser Geräte zu optimieren und nicht zuletzt die Beschaffung von Luftreinigungsgeräten für die Klassenräume der Pestalozzi-Grundschule.

Luftreiniger in allen Klassenräumen wurden kurz vor den Osterferien geliefert und in Betrieb genommen. Die Erste Bürgermeisterin Birgit Huber informierte sich nun bei Schulleiterin Elke Wilhelm über die ersten Erfahrungen mit diesen Geräten. „Wir sind begeistert“, freut sich Elke Wilhelm, „die Geräte sind mobil und einfach zu bedienen, aber vor allem sind sie auf mittlerer Stufe leise, sodass sie den Unterricht nicht stören.“ Zumindest wenn umfassender Unterricht stattfinden würde, denn bislang kamen nur die Kinder aus der Notbetreuung und den vierten Klassen in den Genuss der Luftreinigungsanlagen.
Die Geräte verfügen über HEPA14-Filter gem. DIN EN 1822, die bis zu 99,995% aller in der Umluft befindlichen Keime, Bakterien und Viren aus der Raumluft filtern und so für sichere und saubere Luft in den Klassenzimmern sorgen. Dadurch erfolgt eine Senkung der Ansteckungsgefahr. Sie können flexibel im Raum aufgestellt bzw. verschoben werden. Die Kinder werden daher nicht beeinträchtigt und neben dem Hygienekonzept sind die Geräte ein weiterer Mosaikstein, um die Sicherheit vor dem Coronavirus zu erhöhen.
„Wir haben uns für diese Maßnahme entschieden, weil wir alle Möglichkeiten nutzen möchten, die die Situation in unseren Schulen verbessert“, sagt Birgit Huber. „Wir sind uns alle im Klaren darüber, dass die aktuelle Lage für unsere Kinder und die Lehrkräfte sehr schwierig ist.

Die Pestalozzi-Grundschule unter Corona-Bedingungen

Obwohl die Stadt und die Schule regelmäßig im Austausch sind, bot dieser Schulbesuch für Birgit Huber eine gute Gelegenheit, sich über den derzeitigen Alltag in der Schule zu informieren.
Aktuell werden in der vierten Jahrgangsstufe die Hälfte der Schüler im täglichen Wechsel unterrichtet. Die Notbetreuung wird von 52 von insgesamt 267 Schülern der Pestalozzi-Grundschule Oberasbach in Anspruch genommen. Diese werden teilweise von Lehrerinnen und teilweise von Mitarbeiterinnen der Mittagsbetreuung betreut. Die meisten Lehrkräfte befinden sich im Homeoffice und unterrichten die Klassen 1 bis 4 von dort aus.

Neue Lernformen

Die Lehrformen haben sich massiv verändert und nicht nur die Kinder mussten sich daran gewöhnen. Auch die Lehrkräfte mussten ihre Unterrichtsvorbereitung neu gestalten. Die Schüler werden meist auf digitalem Weg mit Lernmaterialien versorgt. Hier wechseln sich Lernvideos, Aufgaben in Arbeitsheften oder Arbeitsblättern, Lernprogramme, Podcasts und Gespräche per Telefon oder Video mit der Lehrkraft ab, um möglichst allen Schülern und ihren Neigungen gerecht zu werden.
Doch auch die Nutzung von Lernvideos aus dem Internet ist nicht immer so einfach wie man sich das vielleicht vorstellen mag. Diese müssen gesichtet werden, und bis ein geeignetes gefunden wird, vergehen manchmal auch Stunden. Andere Videos oder Präsentationen erstellen die Lehrkräfte zum Teil selbst. Zwar ist der Inhalt dann auf die Bedürfnisse der Klasse abgestimmt, aber auch die Aufnahme erweist sich häufig als voller Tücken, wenn während der Aufnahme das Telefon klingelt oder ein Familienmitglied ins Arbeitszimmer stürmt.
Aber keine Herausforderung, aus der nicht auch neue Chancen erwachsen können. Arbeitsteilung hat sich im Kollegium durchgesetzt und die Lehrkräfte unterstützen sich gegenseitig, erarbeiten Material gemeinsam und tauschen sich aus.

IT-Ausstattung verbessert

Zumindest sind Lehrkräfte und Schüler ausreichend mit der erforderlichen Hard- und Software ausgestattet. Im Rahmen des DigitalPaktes Schule hat die Stadt Oberasbach 51 iPads für die Pestalozzi-Grundschule (60 iPads für die Grundschule Altenberg bzw. 10 für die Mittelschule) beschafft. Gefördert wurden diese Beschaffungen durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung und das Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus. Allen Schülerinnen und Schüler, die Bedarf hatten, konnte ein entsprechendes Gerät zur Verfügung gestellt werden.

Sozialkontakte fehlen

Den Schülern fehlt der unmittelbare Kontakt zu Lehrern und Mitschülern, insbesondere im Grundschulalter auch die wichtige Möglichkeit, sich in Gruppen zurechtzufinden und zu sozialisieren, schulische Abläufe zu erlernen, zusammen Spaß zu haben und gemeinsam zu lernen. Dafür sind vier Jahre sehr wichtig, ein gutes Viertel der Zeit, um all diese Fähigkeiten zu erlernen, haben die Kinder bereits verloren.
„Das irgendwie wieder aufzuholen, wird schwer für die Kleinen“, sind sich Birgit Huber und Elke Wilhelm einig. Die Lehrkräfte tun, was sie können, das Engagement ist enorm und letztlich hoffen doch alle Beteiligten (Eltern, Lehrer und Schüler) darauf, dass man irgendwann nach dem Sommer wieder zum halbwegs normalen Unterricht zurückkehren kann.

Autor:

Arthur Kreklau aus Fürth

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