Frauenunion im Landkreis Roth übt Kritik an Pflegeheimen

Politikerinnen und Politiker sowie FU-Mitglieder zusammen mit Angelika Niebler (1. Reihe, 5.v.l.) beim Besuch im Hofmeierhaus, wo auch die Leitung zusammen mit Personal und Bewohnern bei der Gruppenaufnahme dabei waren. (Foto: © Robert Schmitt)

REGION (st/vs) - Hoher Besuch bei der Fauenunion (FU) im Landkreis Roth: Anlässlich der Jahresversammlung in Hilpoltstein war die Landeschefin der CSU-Frauen und stellvertretende Parteivorsitzende zu Gast. 

Zuvor hatte sie gemeinsam mit CSU-Bezirkstagskanididatin Cornelia Griesbeck, der stellvertretenden Hilpoltsteiner Bürgermeisterin Ulla Dietzel und weiteren CSU-Frauen die Entsorgungsfirma Hofmann in Büchenbach und das Wohnheim der Lebenshilfe Hilpoltstein besucht.
"Das war ein spannender Tag", resümierte Angelika Niebler im Hofmeierhaus. In Büchenbach hatte Geschäftsführer Christoph Hofmann die Geschichte der Firma erläutert. In Hilpoltstein war Niebler von den Menschen mit Behinderung zum gemeinsamen Abendessen eingeladen worden. Geschäftsführer Rainer Schneider und Vorsitzende Andrea Hofbeck erläuterten die Unterschiede zwischen ambulant betreutem Wohnen und stationären Wohnheim. Alex und Gabi empfingen Niebler in ihren Zimmern. "Hier gibt es einen Zusammenhalt wie in einer großen Familie", fasste Niebler ihre Eindrücke zusammen.
Mit Blick auf die Wahl in Bayern betonte Niebler vor der FU-Kreisversammlung, dass vieles in der CSU "die Handschrift der Frauen" trage. "Die Leistungen für pflegende Angehörige und Familien oder die Unterstützung für Geburtsstationen haben wir nicht nur als Parteitagsbeschlüsse durchgesetzt, daraus ist konkrete Politik geworden", erklärte Niebler. Ebenso sah sie im Bereich der Kinderbetreuung große Fortschritte in Bayern. "Denn die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist für Frauen ein wichtiges Thema", sagte sie. Cornelia Griesbeck hielt Deutschland in Sachen Frauenrechte für ein weltweites Vorbild. "Sie gelten bei uns ohne Einschränkung", erklärte sie und hielt sie sogar für einen "Exportschlager", der dazu führen könnte, dass sich "Länder anders entwickeln und damit Fluchtursachen geringer werden".
In der Diskussion mit den CSU-Frauen entwickelten sich die Schwierigkeiten der Pflege zu einem Schwerpunkt. Mehrere Frauen schilderten aus unterschiedlichen Blickwinkeln die eigene Betroffenheit und forderten Verbesserungen. "Anderswo in Europa erhalten Heime Geld dafür, dass sie Senioren wieder fit machen", meinte ein FU-Mitglied. "Bei uns ist es umgekehrt: Je pflegebedürftiger, desto mehr Geld gibt es", kritisierte sie. Angelika Niebler zeigte sich beeindruckt von der Breite und der Wucht der Argumente. "Diese Schwierigkeiten werden sich immer gefahrvoller auswirken und betreffen uns alle", sagte die Vorsitzende der CSU im Europaparlament. FU-Kreis-Chefin Thekla Singer versprach, das Thema bald auf die Tagesordnung einer weiteren Veranstaltung zu setzen.
CSU-Kreisvorsitzender und Landtagsabgeordneter Volker Bauer lobte die Frauenunion wegen ihrer konkreten Einwirkungen auf die CSU. "Wir stärken Bildung, Familie und Pflege in Bayern enorm", so Bauer und sah dies als Ausfluss einer Vereinigung der Kompetenzen an.
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