Höchste Geburtenzahl in Bayern seit 15 Jahren

In Mittelfranken kamen mehr als vier Prozent mehr Babys zur  Welt.
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In allen Regierungsbezirken ein Geburtenplus

REGION (pm/nf) - In Bayern ist die Zahl der Lebendgeborenen im Jahr 2015 gegenüber dem Vorjahr um 3,8 Prozent auf rund 118 200 angestiegen. Damit hat die Geburtenzahl in Bayern seit 2000 einen neuen Höchststand erreicht. Die Zahl der Sterbefälle stieg im gleichen Zeitraum um 7,6 Prozent auf über 133 500 an.

Von Anfang Januar bis Ende Dezember 2015 kamen im Freistaat damit etwa 15 300 Kinder weniger zur Welt als Menschen verstarben. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik weiterhin mitteilt, konnte im regionalen Vergleich der Regierungsbezirk Niederbayern mit einem Plus von über 4,8 Prozent die höchste Zunahme an Geburten im Vergleich zum Vorjahr verzeichnen.

Im Jahr 2015 kamen in Bayern 118 228 Babys lebend zur Welt, davon 57 717 Mäd- chen und 60 511 Jungen. Auf 100 weibliche kommen damit knapp 105 männliche Lebendgeborene. Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik waren das rund 3,8 Prozent mehr Geburten (+4 293) als im Vorjahr 2014. Die Zunahme von Geburten in ehelichen Familien lag mit 3,2 Prozent leicht unter der durchschnittlichen Geburtenentwicklung. Die Zahl der außerhalb einer Ehe geborenen Kinder stieg im Vergleich dazu um 5,3 Prozent an. Insgesamt wurde aber auch im Jahr 2015 mit 73 Prozent (85 720) die große Mehrzahl der Kinder innerhalb einer Ehe geboren. Dennoch lag auch der Anteil der Kinder, die in nichtehelichen Familien zur Welt kamen, mit 27 Prozent weiterhin auf einem hohen Niveau. Dieser Wert hat sich innerhalb der letzten 20 Jahre mehr als verdoppelt.

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik weiter mitteilt, registrierten alle Regie- rungsbezirke im Jahr 2015 Geburtenanstiege. Die deutlichste Zunahme ergab sich für den Regierungsbezirk Niederbayern (+4,84 Prozent), gefolgt von der Oberpfalz (+4,80 Prozent), Schwaben (+4,71 Prozent), Mittelfranken (+4,18 Prozent), Unterfranken (+3,94 Prozent), Oberbayern (+3,05 Prozent) und Oberfranken (+2,41 Prozent).
Zeitgleich stieg in Bayern die Zahl der Sterbefälle um 9 407 auf 133 536 an. Wie im Vorjahr, konnten auch im Jahr 2015 die natürlichen Bevölkerungsverluste durch Sterbefälle nicht über Geburten ausgeglichen werden. Dieser Trend ist bereits seit dem Jahr 2001 zu beobachten. Der Sterbefallüberschuss 2015 hat gegenüber dem Vorjahr von -10 194 auf -15 308 deutlich zugenommen.

Auf Ebene der Regierungsbezirke fiel lediglich für Oberbayern die Bilanz der natürli- chen Bevölkerungsentwicklung (Lebendgeborene minus Gestorbene) weiterhin positiv aus. So wurden in Oberbayern 4 239 Kinder mehr lebend geboren, als Personen im gleichen Zeitraum verstorben sind. Im Jahr 2015 verbuchten die sechs weiteren Regierungsbezirke gegenüber dem Vorjahr höhere Sterbefallüberschüsse. Der niedrigste natürliche Bevölkerungsrückgang 2015 ergab sich für den Regierungsbezirk Schwaben (-2 117), gefolgt von der Oberpfalz (-2 690), Mittelfranken (-3 098), Niederbayern (-3 130), Unterfranken (-3 487) und Oberfranken (-5 025).

Weitere Daten zu Geburten und Sterbefällen in Bayern unter:

www.statistik.bayern.de/statistik/bevoelkerungsbewegung/

Autor:

Redaktion MarktSpiegel aus Nürnberg

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