GOZO steht für Lebensfreude

Die Band GOZO in Rückersdorf
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Rückersdorf (li) In der Reihe „Musik in Scheune und Kapelle“ begeisterten die Gruppe GOZO und die TANZerei Fürth mit Tango Arrangements und Tanz ein großes Publikum in der Waldschule, die Moderation übernahm in Vertretung von Jürgen Harries der stellvertretende Bürgermeister Andreas Ellner.
Wer steht hinter dem Namen GOZO? Im Jahr 2012 gründeten der Mannheimer Trompeter Johannes Stange und der Nürnberger Vibraphonist Felix Prihoda ein Tangoensemble, damals in kleiner Quintett-Besetzung.
2013 kam es zur Begegnung mit der argentinischen Sängerin Mercedes Dragovits, welche sofort durch ihre natürliche und kraftvolle Interpretation des Tango Argentino begeisterte.
Um ihre Stimme optimal zu stützen, schuf Johannes Stange neue Arrangements für einen größeren Klangkörper. Mit Bläsern, einer jazztypischen Rhythmusgruppe und dem schillernd filigranen Vibraphonspiel von Felix Prihoda, interpretiert GOZO sowohl Eigenkompositionen, als auch Werke von Astor Piazzolla und Carlos Gardel.
Auf der Bühne in Rückersdorf eröffneten Mercedes Dragovits, Gesang, Johannes Stange, Trompete/musikalische Leitung, Stephan Udri, Trompete, Julian Schunter, Altsaxophon, Marco Duffner, Schlagzeug, Jan Dittmann, Kontrabass, Felix Prihoda, Vibraphon, Konrad Hinsken, Klavier, das Konzert mit dem Klassiker aus dem Jahr 1937 „Por una Cabeza“. Der Text zeigt, was die Musik ausdrücken weil. „Für einen Kopf (eines Pferdes) hat mich die Liebe auf den ersten Blick erwischt – mit dieser koketten und lustigen Frau, die mich mit einem Lächeln um Liebe gebeten hat und meine Liebe brennt mit einer großen Flamme.“ In Mia Buenos Aires Querida legte Mercedes Dragovitis ihre ganze Liebe zur Heimat. Beim anschließenden Mitternachtstango handelt es sich um eine Eigenkomposition von Felix Prihoda. Mit den Lippen geht er dabei zum Auftakt auf die Klangkörper seines Instruments – es wirkt wie ein Kuss. Dann baut sich eine Melodie auf - als der Klang ganz sanft wird, setzt das Saxophon ein und führt das Publikum in sanfte Träumereien und löst bewegte Gefühle.
Ein Valse für Mona, Milonga de mis Amares, Schwesterli tanz!, Zigeunerlied und Milonga Celestial ergänzen das Programm bis zur Pause. Im zweiten Teil bringt die „TANZerei“ aus Fürth eine Darbietung zu Milonga Celestial, Desde el Alma, Cumparsita, zwei Milongas, Oblivion und Libertango. Natürlich werden die jungen Musiker um Zugaben gebeten: Maria und Milonga del Trovador.
Das Konzert bestätigte den Namen, den das Ensemble für sich gewählt hat: GOZO heißt Lebensfreude. Die große Lebensfreude der Südamerikaner schenkten die jungen Leute durch ihre Musik einem dankbaren Publikum.

Autor:

Edith Link aus Nürnberg

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