Herzwochen November 2019
Laufer Herzseminar 2019

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Positive Bilanz der Herzwochen - Weniger tödliche Fälle bei Herzschwächen

Lauf - Die deutsche Herzstiftung hält alljährlich im November bundesweite Herzwochen mit Informationen rund um das Herz ab. Traditionell findet eine dieser Veranstaltungen in der Kreisstadt mit lokaler Unterstützung der Krankenhäuser Nürnberger Land, des Fördervereins Krankenhaus Lauf, des Bayerischen Roten Kreuzes, des VitalSportVereins Pegnitzgrund (Reha- und Präventivsport), sowie Pharma- und Herzschrittmacherfirmen im Foyer des Laufer Krankenhauses statt. Bei der Eröffnung des Laufer Herzseminars 2019 freute sich Dieter Schneider von der Deutschen Herzstiftung über den bis zur letzten Sitzreihe vollbesetzten Empfangsraum und die von seinem gemeinnützigen Verein geförderten Fortschritte der kardiologischen Medizin, wodurch heutzutage statistisch gesehen, immer weniger Menschen wegen Herz- und Kreislauf-Erkrankungen sterben müssen.
Gesundheitsfördernden Lebensstil bevorzugen
Die Leitung und Moderation übernahm Chefarzt Innere Medizin Dr. Dane Wildner, der seinerseits über Bluthochdruck, Ursachen, Folgen und Gegenmaßnahmen referierte. Die Lebensstiländerung bestehend aus regelmäßiger körperlichen Aktivität (30 Minuten pro Tag, fünfmal pro Woche) und angepasste Ernährung sei die Basis jeder Bluthochdrucktherapie, egal ob mit oder ohne Einsatz von Medikamenten. Für den Förderverein Krankenhaus Lauf sprach Allgemeinarzt Dr. Martin Seitz, der von dem gezeigten Interesse seitens der Bevölkerung überwältigt war und die Wichtigkeit der Prävention unterstrich. Zum Thema Herzrhythmusstörungen informierte dann Internist Dr. Markus Kirschke aus Hersbruck insbesondere über Herzrasen, Herzstolpern von gutartig bis gefährlich und die Möglichkeiten der Regulierung unter anderem durch Betablocker beziehungsweise Herzschrittmacher. 75% der Herzrhythmusstörungen seien Koronar- und 15% Herzmuskel-bedingt, eventuell eine Fehlsteuerung durch die Schilddrüse käme als Ursache auch in Frage.
Herzdruckmassage hat Priorität
Bei dem anschließenden Vortrag von Oberärztin Anästhesiologie Dr. Christiane Siefker ging es um Reanimation und dass Lebensrettung nicht nur Profis vorbehalten sondern jedermanns Sache ist, weil die Gehirnfunktionen nur bis drei Minuten ohne Durchblutung erhalten bleiben. Reanimation sollte wie in Norwegen auch in Deutschland zum Schulprogramm gehören, so ihre Empfehlung. Das einzig Falsche im akuten Fall ist nichts zu tun. Da für Laien bei der Beatmung die Hemmschwelle nicht unbedeutend ist, hat die Herzdruckmassage erste Priorität. Der Leitfaden sollte in der Reihenfolge heißen: Ansprechbarkeit und Atmung prüfen, rufen, Notruf 112 absetzen lassen, zügiger Herzdruckmassage 100- bis 120-mal pro Minute und falls in der Nähe erhältlich, den AED (Automatisierten Externen Defibrilator) einsetzen. Solche Geräte gibt es mittlerweile an vielen öffentlichen Stellen und sind per Smartphone einfach zu orten. Jede Sekunde bis zum Eintreffen der Rettungssänitäter zählt.
Abschließend stand die Ärzteschaft für Fragen aus dem Publikum zur Verfügung. Ferner herrschte noch lange reges Interesse an den BRK-Vorführungen mit Reanimationspuppen und an der Herzultraschalluntersuchung durch Oberarzt Thomas Golchert.
Zur Vorbeugung von Herz- und Kreislauferkrankungen gelten im allgemeinen nach wie vor regelmäßig Bewegung an der frischen Luft und die sogenannte mediterrane Ernährung: täglicher Verzehr von Vollwert-Obst und Gemüse, Olivenöl, häufiger Verzehr von Fisch, moderater Verzehr von Geflügelfleisch, Nüssen, Kartoffeln, Eiern, seltener Verzehr von rotem Fleisch.

Daniel DECOMBE

Autor:

Daniel Decombe aus Nürnberger Land

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