Optimal gelaufen: Natürliche Drillingsgeburt in der Klinik Hallerwiese

Kerngesund und gut entwickelt wurden die Drillinge Zachariah, Joel und Mikah (v.l.) am 2. Oktober 2017 auf natürlichem Weg in der Klinik Hallerwiese geboren. Mutter Judy K. (Mitte) mit der betreuenden Oberärztin Dr. Elsa Hollatz-Galuschki (r.) und Hebamme Barbara von Stetten (l.). (Foto: Diakonie Neuendettelsau)

Natürliche Geburt bei Drillingsschwangerschaft in der Klinik Hallerwiese – Drei Jungs kamen gut entwickelt und gesund auf die Welt

NÜRNBERG (pm/nf) - Erfreuliches und seltenes Ereignis in der Klinik Hallerwiese: In der Nürnberger Geburtsklinik kamen Drillinge auf natürlichem Weg auf die Welt. Die drei Buben wurden mit einem Gewicht von über zwei Kilogramm kerngesund geboren. Mikah, Joel und Zachariah heißen die drei neuen Erdenbürger, die am 2. Oktober 2017 in der Klinik Hallerwiese das Licht der Welt erblickten.

Dass ihre Geburt etwas ganz Außergewöhnliches war, werden die Drillinge erst sehr viel später verstehen. Mutter Judy K. gebar die drei Buben bei einer spontanen Geburt, wie Mediziner eine Geburt auf natürlichem Weg ohne Kaiserschnitt bezeichnen. Das ist aber nicht das einzige Besondere: „Die Drillinge kamen in der 35. Schwangerschaftswoche auf die Welt“, erklärt Dr. Elsa Hollatz-Galuschki, Oberärztin in der geburtshilflichen Abteilung der Klinik Hallerwiese. Die meisten Drillinge würden schon zwei bis vier Wochen früher und meist per Kaiserschnitt geholt werden. Zudem handelt es sich bei den dreieiigen Drillingen nicht um eine künstliche Befruchtung. Mit einem Geburtsgewicht zwischen 2.080 und 2.560 Gramm sowie einer Größe zwischen 44 und 52 Zentimetern kamen die Drillinge gut entwickelt auf die Welt. „Die Buben sind kerngesund und mussten nach der Geburt nicht auf der Frühgeborenen-Intensivstation versorgt werden“, sagt die Oberärztin.

Alle Voraussetzungen gegeben

„Drillinge werden heute in den meisten Kliniken ausschließlich per Kaiserschnitt geboren. Um Drillinge auf natürlichem Weg gebären zu können, müssen einige Voraussetzungen erfüllt sein“, sagt Prof. Dr. Franz Kainer, Chefarzt der geburtshilflichen Abteilung in der Klinik Hallerwiese. Die Kinder müssen sich in getrennten Fruchthöhlen entwickelt haben, sie sollten ein annähernd gleiches Gewicht haben und es muss eine günstige Lage der Kinder bei der Geburt vorhanden sein. Entscheidend ist aber auch der Wunsch der Eltern. „Alle Voraussetzungen waren erfüllt und auch das Zwischenmenschliche hat gepasst“, lacht Dr. Hollatz-Galuschki. „So waren optimale Bedingungen für eine natürliche Geburt gegeben.“
Eine Woche vor der Entbindung kam die Mutter selbständig in die Klinik Hallerwiese, aber auch nur, weil die Eltern einen längeren Anfahrtsweg nach Nürnberg haben. Nach zwei Wochen auf der Neugeborenen- Station darf die nun sechsköpfige Familie wieder nach Hause.
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