Niedrigwasser bremst die Schifffahrt
Donau und Rhein mit deutlich geringeren Ladekapazitäten
- Regenmangel macht sich am Donauufer bemerkbar.
- Foto: Armin Weigel/dpa
- hochgeladen von Arthur Kreklau
Regensburg/Nürnberg (dpa/lby/ak) – Die anhaltende Trockenheit macht sich auf Bayerns Wasserstraßen spürbar bemerkbar. Vor allem auf der Donau sind Güterschiffe derzeit mit stark reduzierter Ladung unterwegs. Manche Frachter, die regulär bis zu 2000 Tonnen transportieren könnten, dürfen aktuell nur 300 bis 500 Tonnen aufnehmen, wie das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Donau MDK in Nürnberg mitteilt.
Die übrige Fracht wird in den Häfen zwischengelagert. Reguliert werden die Wasserstände zwar auf dem Main, dem Main-Donau-Kanal und den ausgebauten Donauabschnitten, doch zwischen Straubing und Vilshofen bleibt der nicht ausgebaute Bereich ein Nadelöhr, das tägliche Anpassungen des Tiefgangs erfordert.
Für das Abladen und Zwischenlagern stehen in Regensburg und Passau ausreichend Kapazitäten der Bayernhafen-Gruppe bereit, zu der auch die Binnenhäfen Aschaffenburg, Bamberg, Nürnberg und Roth gehören. Auswirkungen zeigen sich zudem auf dem Rhein: Schiffe, die Richtung Nordsee unterwegs sind oder von dort kommen, können wegen des niedrigen Pegels ebenfalls weniger transportieren. Die Reedereien MSG Würzburg und Bavaria Stockstadt betonen die Bedeutung der Binnenschifffahrt für den Klimaschutz und passen Beladung und Routen laufend an, um Transporte von Agrarprodukten, Baustoffen und Stahl möglichst stabil zu halten.
Der Niedrigwasser-Informationsdienst des Landesamts für Umwelt weist seit Wochen auf sehr geringe Pegelstände hin, besonders an der Donau. Viele Flüsse im Freistaat führen derzeit deutlich weniger Wasser – mit spürbaren Folgen für die Logistik auf Bayerns Wasserwegen.
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