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In Nürnberg gibt es mehr Diabetiker als im bayerischen Durchschnitt

In Bayern gibt es insgesamt gut eine Million Menschen mit Typ-2-Diabetes - mehr als die Hälfte sind über 70 Jahre alt.
  • In Bayern gibt es insgesamt gut eine Million Menschen mit Typ-2-Diabetes - mehr als die Hälfte sind über 70 Jahre alt.
  • Foto: AOK
  • hochgeladen von Anna Schabesberger

Große regionale Unterschiede bei Diabetes in Bayern zeigt der neue „Gesundheitsatlas Bayern“ des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO). Der bildet die Häufigkeit des Diabetes mellitus Typ 2 für alle 96 bayerischen Kreise und kreisfreien Städte ab. So hatten 8,88 Prozent aller Nürnberger 2017 einen vom Arzt diagnostizierten Typ-2-Diabetes. Landesweit liegt der Freistaat bei einem Diabetikeranteil von 7,9 Prozent und damit unter dem bundesweiten Durchschnitt von 8,6 Prozent.

Sowohl Nord-Süd- als auch Stadt-Land-Gefälle
„In den Regionen in Bayern gibt es allerdings große Unterschiede beim Anteil der Typ-2-Diabetiker in der Bevölkerung“, erläutert Robert Müller, AOK-Direktor in Mittelfranken. Der niedrigste Anteil findet sich mit 5,3 Prozent im Landkreis Starnberg, der höchste mit 12,4 Prozent und damit mehr als doppelt so hoch im Kreis Hof. Insgesamt zeigt sich, dass Einwohner ländlicher Regionen häufiger an Typ-2-Diabetes erkrankt sind als in städtischen Regionen. Eine Rolle spielt dabei, dass auf dem Land häufig eine ältere Bevölkerung mit einem höheren Erkrankungsrisiko lebt.

In Bayern gibt es insgesamt gut eine Million Menschen mit Typ-2-Diabetes. Mehr als die Hälfte sind über 70 Jahre alt. „Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko deutlich, an Typ-2-Diabetes zu erkranken“, so Robert Müller. In der Altersgruppe zwischen 80 und 90 Jahren sind im Freistaat mehr als 30 Prozent der Frauen und Männer davon betroffen. Zudem zeigt sich ein Zusammenhang zwischen Diabetes und Risikofaktoren wie Adipositas sowie der materiellen und sozialen Situation.

AOK-Programme für eine bessere Versorgung
„Die AOK in Mittelfranken engagiert sich mit ‚AOK-Curaplan‘ seit Jahren für eine bessere medizinische Versorgung von Typ-2-Diabetikern durch unsere Partner“, so Robert Müller. In dem strukturierten Behandlungsprogramm arbeiten Ärzte und Kliniken nach neuesten medizinischen Leitlinien fachübergreifend zusammen. Aktuell nehmen bayernweit über 300.000 Typ-2-Diabetiker daran teil, die bei der Gesundheitskasse versichert sind. Das entspricht einem Anteil von über 75 Prozent. Das Programm beinhaltet unter anderem regelmäßige Kontrolluntersuchungen zur Vermeidung von Folge- und Begleiterkrankungen. Beispielsweise konnten in einem Arztnetz mit einem neuen Früherkennungstest etwa viermal so viele Nervenschädigungen durch Diabetes am Fuß erkannt werden wie vor der Einführung des Tests.

Weitere Informationen über AOK-Curaplan für Typ-2-Diabetiker gibt es unter www.aok.de/bayern/curaplan.

Autor:

Anna Schabesberger aus Nürnberg

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