Piloten und Kabinenpersonal im Ausstand
Jetzt streikt auch die Lufthansa
- Am Flughafen München entfallen zahlreiche Flüge der Lufthansa. (Symbolbild)
- Foto: Hannes P Albert/dpa
- hochgeladen von Arthur Kreklau
MÜNCHEN (dpa/lby) – Der angekündigte Warnstreik bei der Lufthansa hat in der Nacht zum Donnerstag begonnen und sorgt seit den frühen Morgenstunden für erhebliche Einschränkungen im Flugverkehr. Ein Sprecher des Unternehmens bestätigte, dass Piloten und Flugbegleiter unmittelbar nach Mitternacht ihre Arbeit niedergelegt haben. Auch der Flughafen München, das zweitgrößte Drehkreuz der Airline, ist spürbar betroffen.
Bereits am frühen Morgen waren zahlreiche Starts und Landungen gestrichen. Nach Angaben des Flughafens wurden viele Verbindungen vorsorglich aus dem Flugplan genommen, weitere könnten im Tagesverlauf folgen. Die Lufthansa verweist darauf, dass Passagiere vor allem digital über den Status ihrer Flüge informiert werden sollen. München ist mit 137 weltweiten Zielen nach Frankfurt der wichtigste internationale Knotenpunkt des Konzerns.
Hintergrund des Arbeitskampfes sind unterschiedliche Forderungen der Berufsgruppen. Rund 4.800 Piloten von Lufthansa und der Frachttochter Lufthansa Cargo verlangen höhere Betriebsrenten. Die Flugbegleiter wiederum wollen mit ihrem Warnstreik Bewegung in mehrere Tariffragen bringen. Die Gewerkschaft Ufo hat dabei auch das Kabinenpersonal der Regionaltochter Lufthansa CityLine zum Ausstand aufgerufen, deren Zukunft im Konzern derzeit ungewiss ist. Der Vorstand lehnt die Forderungen bislang ab. Andere Gesellschaften des Konzerns sollen nach aktuellem Stand nicht bestreikt werden.
Für Reisende bedeutet der Tag vor allem Geduld und Flexibilität. Wie lange die Auswirkungen spürbar bleiben, hängt davon ab, ob die Tarifparteien wieder an den Verhandlungstisch zurückkehren.
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