Dschungel-Kandidatin: "Ganz übel"
Warum Gil Ofarim bei der Ekel-Show unerwünscht ist

Gil Ofarim zog sich nach dem «Davidstern-Skandal» aus der Öffentlichkeit zurück, jetzt ist er auf RTL zurück.  | Foto: Hendrik Schmidt/dpa (Archivbild)
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  • Gil Ofarim zog sich nach dem «Davidstern-Skandal» aus der Öffentlichkeit zurück, jetzt ist er auf RTL zurück.
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Berlin (dpa/vs) - Hand aufs Herz: Waren alle bisherigen Teilnehmerinnen und Teilnehmer beim sogenannten RTL-Dschungelcamp moralisch tadellose Vorbilder? - Einen, der sich vor rund vier Jahren einen besonders schwerwiegenden Fehltritt geleistet hat, trifft es aktuell besonders hart. Es geht um Gil Ofarim. Seine geplante Teilnahme sorgt für heftige Reaktionen. Nun wirft ihm auch Mitbewerberin Belstler-Boettcher Fehlverhalten in der sogenannten Davidstern-Affäre vor.

In der Debatte um die Teilnahme von Musiker Gil Ofarim am RTL-Dschungelcamp hat nun auch Mitkandidatin Nicole Belstler-Boettcher den Sänger kritisiert. «Wie er da gelogen hat, das finde ich ganz übel. Für mich sind das Sachen, die kann man nicht machen», sagte die 62-jährige -Schauspielerin («Marienhof») der «Bild»-Zeitung.

Weiter sagte Belstler-Boettcher: «Man kann doch nicht lügen und riskieren, dass jemand seinen Job verliert. Und es ist erst zwei Jahre später herausgekommen. Das ist ein No-Go.»

Davidstern-Affäre sorgte international für Aufsehen

Ofarim hatte im Oktober 2021 in einem Video Antisemitismus-Vorwürfe gegen den Mitarbeiter eines Leipziger Hotels erhoben: Dieser habe ihn aufgefordert, seine Kette mit Davidstern abzunehmen, damit er einchecken könne. Die «Davidstern-Affäre» hatte auch international für Aufsehen gesorgt.

Vor dem Landgericht Leipzig legte Ofarim später ein Geständnis ab. Er räumte ein, die Antisemitismusvorwürfe gegen den Hotelmitarbeiter erfunden zu haben und entschuldigte sich. Das Gerichtsverfahren wurde im November 2023 eingestellt. Der Musiker musste als Auflage einen Geldbetrag von 10.000 Euro zahlen. Infolge des Prozesses hatte sich Ofarim weitgehend aus der Öffentlichkeit zurückgezogen.

Ofarim: «Kann nicht in die Vergangenheit gehen»

Die neue Staffel von «Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!» beginnt am 23. Januar. An der Teilnahme Ofarims gibt es heftige Kritik. In den sozialen Netzwerken forderten etliche User den Ausschluss Ofarims aus dem Dschungelcamp, einige kündigten sogar einen Boykott der Sendung an.

Nicole Belstler-Boettcher soll mit Gil Ofarim um die Dschungelkrone kämpfen. | Foto: Ursula Düren/dpa (Archivbild)
  • Nicole Belstler-Boettcher soll mit Gil Ofarim um die Dschungelkrone kämpfen.
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RTL verteidigte die Entscheidung in einer Kommentarspalte auf Instagram: «Gil Ofarim hat sich für seine falschen Anschuldigungen juristisch verantwortet. Sein Weg umfasst mehr als die damaligen Ereignisse.»

Der Sänger meldete sich ebenfalls in einem Einspieler zur neuen Staffel zu Wort: «Ich kann nicht in die Vergangenheit gehen und Dinge ungeschehen machen. Was ich nur machen kann, ist aufstehen und von vorne anfangen», sagte der 43-Jährige dort.

Ofarim, Sohn des 60er-Jahre-Stars Abi Ofarim, hatte seinen Durchbruch in den späten 1990er Jahren mit einer Foto-Love-Story in der Jugendzeitschrift «Bravo». Damals wurde er mit englischen Popsongs zum Teenie-Star - und legte auch den Grundstein für seine spätere TV-Karriere («Let's Dance», «The Masked Singer»).

Gil Ofarim zog sich nach dem «Davidstern-Skandal» aus der Öffentlichkeit zurück, jetzt ist er auf RTL zurück.  | Foto: Hendrik Schmidt/dpa (Archivbild)
Nicole Belstler-Boettcher soll mit Gil Ofarim um die Dschungelkrone kämpfen. | Foto: Ursula Düren/dpa (Archivbild)
Autor:

Victor Schlampp aus Schwabach

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