Ermittler prüfen Ursache
Zugzusammenstoß in Bayreuth

Es gab mehrere Verletzte. | Foto: Daniel Vogl/dpa
  • Es gab mehrere Verletzte.
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BAYREUTH (dpa/lby/ak) – Der Bahnverkehr in Bayreuth läuft wieder, doch die Aufarbeitung des Zugunfalls vom Mittwochabend hat erst begonnen. Zwei Regionalzüge waren im Hauptbahnhof kollidiert, mehrere Menschen wurden verletzt.

Die beschädigten Fahrzeuge stehen weiterhin im Bahnhof, blockieren aber nach Angaben der Bundespolizei keine Gleise mehr. Größere Einschränkungen im Betrieb gibt es seit dem frühen Morgen nicht mehr, auch wenn die Deutsche Bahn vereinzelt Ausfälle meldet, etwa auf der Linie RE32 zwischen Bayreuth und Pegnitz.

Die Zahl der Verletzten wurde zunächst mit acht angegeben. Am Donnerstagmorgen korrigierte das Bayerische Rote Kreuz diese Angabe: Sieben Erwachsene kamen in Kliniken, einer von ihnen schwer verletzt, ein weiterer mittelschwer. Fünf Menschen erlitten leichte Blessuren. Acht weitere Betroffene wurden vor Ort betreut, vor allem um die psychische Belastung abzufedern.

Nach bisherigen Erkenntnissen ereignete sich der Unfall gegen 18.45 Uhr. Ein Agilis-Zug mit 13 Fahrgästen war gerade auf dem Weg in den Bahnhof, als er mit einem zweiten Zug zusammenstieß. Dieser war ohne Passagiere auf einer Rangierfahrt unterwegs, um betankt zu werden. Die Polizei prüft unter anderem, ob der Lokführer des rangierenden Zuges den einfahrenden Zug übersehen haben könnte. Die Ermittlungen begannen noch am Abend des Unfalls.

Der Zusammenstoß führte zu erheblichen Störungen im Regionalverkehr. Die Deutsche Bahn sprach auf der Plattform X von massiven Beeinträchtigungen. Der Hauptbahnhof wurde für mehrere Stunden gesperrt, rund 100 bis 150 Reisende warteten zeitweise auf eine Weiterfahrmöglichkeit. Agilis und die Deutsche Bahn setzten Ersatzbusse ein, um die gestrandeten Fahrgäste zu verteilen.

Weil das Ausmaß des Unfalls zunächst unklar war, rückten zahlreiche Einsatzkräfte an. Das Bayerische Rote Kreuz war mit mehr als 60 Helfern vor Ort, die Feuerwehren aus Bayreuth und Laineck mit rund 85 Kräften. Neun Rettungswagen und fünf Krankentransportwagen standen bereit. Die psychosoziale Notfallversorgung kümmerte sich vor allem um unverletzte Fahrgäste, die den Zusammenstoß miterlebt hatten.

Agilis betreibt nach eigenen Angaben rund zehn Prozent des bayerischen Regionalverkehrs, vor allem in der Oberpfalz und in Oberfranken. Wie lange die Ermittlungen zur Unfallursache dauern werden, ist noch offen.

Autor:

Arthur Kreklau aus Fürth

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