Handball-Bundesliga: HC Erlangen unterliegt der SG Flensburg-Handewitt

(Foto: hl-studios, Erlangen) HCE-Trainer Robert Andersson: Wir müssen uns nun sehr gut auf das Heimspiel in der Arena Nürnberger Versicherung vorbereiten
  • (Foto: hl-studios, Erlangen) HCE-Trainer Robert Andersson: Wir müssen uns nun sehr gut auf das Heimspiel in der Arena Nürnberger Versicherung vorbereiten
  • hochgeladen von Jocki Krieg

Der HC Erlangen hat am Wochenende sein Auftaktspiel der Bundesliga-Saison 2016/17 gegen eine starke SG Flensburg-Handewitt verloren

(Erlangen) - Mit 23:35 (11:17) unterlag die Mannschaft von HCE-Cheftrainer Robert Andersson dem deutschen Vize-Meister SG Flensburg-Handewitt.

Der fränkische Bundesliga-Aufsteiger kam schwer in die Partie. Die extrem agile und aufmerksame Defensive des Gastgebers aus Flensburg ließ den Angriff des HC Erlangen kaum zur Entfaltung kommen und bestrafte die anfänglichen leichten Fehler der Mittelfranken schonungslos. So führte das Spitzenteam aus Flensburg schon nach wenigen Minuten mit 6:1. Der große Unterschied zwischen dem Meisterschaftsfavoriten und dem Aufsteiger machte die Konsequenz in den Abschlüssen aus. Während der Gast aus Erlangen gut herausgespielte Angriffe nicht im Tor unterbrachte, setzte sich die SG immer wieder mit großer Entschlossenheit vor allem aus dem Rückraum durch und baute so ihre Führung stetig aus. Die herausragende Person des gesamten Spiels war Matthias Andersson im Flensburger Tor, der sich wahrlich in einen Rausch hielt. Mit einem 6-Tore-Rückstand ging der HC Erlangen nach dem Halbzeit-Pfiff in die Katakomben der FLENS-ARENA.

Über 100 HCE-Fans waren in Flensburg dabei

Die über 100 mitgereisten Erlanger Fans, die Ihre Mannschaft über 60 Minuten lautstark gegen die rund 5.800 Zuschauer unterstützten, hoffte nachdem Wechsel auf eine Aufholjagd ihres HC Erlangen. Doch der Vizemeister machte da weiter wo er vor der Pause aufgehört hatte. Drei Tore in Folge schraubten den Abstand auf neun Tore. Trotz des Rückstandes steckte der Aufsteiger aber zu keinem Zeitpunkt auf und erfüllte damit die Forderung seines Trainers, die dieser am vergangenen Donnerstag formuliert hatte. Da sagte Andersson, dass es auch auf den Kopf und das Herz ankommen wird. Das Team um Ole Rahmel und Martin Stranovsky, die mit jeweils fünf Toren erfolgreichste Erlanger des Nachmittags waren, musste sich zum Schluss einer auf den Zeitpunkt perfekt eingestellten, sehr gut eingespielten Spitzenmannschaft der „stärksten Liga der Welt“ geschlagen geben.

Stimmen zum Spiel:

Ljubomir Vranjes (Trainer der SG Flensburg-Handewitt): „Ich bin mit vielen Dinge, die meine Mannschaft heute auf die Platte gebracht hat sehr zufrieden. Wir wussten, dass wir auf einen starken Aufsteiger treffen werden.“

Robert Andersson (Trainer des HC Erlangen): „Wir haben uns in der Anfangsphase schwer getan und die SG hat uns eiskalt für jeden kleinen Fehler bestraft. Wenn man eine solche Mannschaft ärgern will, muss bei einem selbst sehr viel funktionieren und das nötige Glück muss auch auf deiner Seite sein. Es gilt jetzt das Spiel zu analysieren und uns sehr gut auf unseren Heimspiel-Auftakt vorzubereiten.“

Pavel Horák (Linker Rückraum-Spieler des HC Erlangen): „Diese Situation habe ich sowohl mit Göppingen als auch mit den Füchsen Berlin hier in Flensburg erlebt. Ich ziehe aber sehr viele gute Dinge aus diesem Spiel heraus. Wenn wir unsere einfachen Fehler abstellen und im Abschluss noch etwas ruhiger agieren, dann habe ich ein gutes Gefühl.“

Weitere Informationen unter http://www.hc-erlangen.de

Autor:

Jocki Krieg aus Erlangen

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