Erlangens OB im MarktSpiegel-Interview
Florian Janik: „Wir investieren in Kindergärten & Schulen!“

Erlangens OB Dr. Florian Janik (SPD) in seinem Büro.
Foto: © Uwe Müller
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Von UWE MÜLLER
und PETER MASKOW

ERLANGEN – Was sind die großen Baustellen im neuen Jahr? Der MarktSpiegel will‘s wissen: Das Erlanger Stadtoberhaupt im Interview!

MarktSpiegel: Herr Oberbürgermeister, worauf freuen Sie sich 2022 für Ihre Stadt am meisten?

Dr. Florian Janik: Letzten Sommer konnten wir spüren, wie schön und lebenswert unsere Stadt ist. Beim Poetenfest, beim Festival ,Zurück auf die Bühnen‘ oder bei der Deutschland Tour konnten wir wieder nahezu unbeschwert zusammenleben. Ich hoffe sehr, dass wir die Pandemie so in den Griff bekommen, dass wir wieder einen möglichst normalen Sommer erleben können. Darauf freue ich mich.

... und worauf persönlich / privat?

Auch privat freue ich mich auf die hoffentlich bald wieder unbeschwerten Begegnungen mit Menschen. Dieses Miteinander macht Erlangen einfach aus – auch für mich persönlich.

Wie gut ist Ihre Stadt für den Fortgang der Pandemie – Stichwort Omikron – gerüstet?

Wir haben eine gut eingespielte Führungsgruppe Katastrophenschutz, in der alle wichtigen Informationen zusammenlaufen und Entscheidungen getroffen werden. Das Kulturamt betreibt für die Stadt und den Landkreis mit unglaublichem Engagement ein sehr leistungsfähiges Impfzentrum. In den Krankenhäusern, in den Arztpraxen und in den Hilfsorganisationen arbeiten Menschen jeden Tag bis an ihre Belastungsgrenze und geben alles im Kampf gegen die Pandemie. Das alles kann uns Hoffnung machen. Und dennoch bleibt die Virus-Mutation eine Herausforderung.

Wie steht Ihre Stadt im Augenblick finanziell da? Wo können Sie investieren, wo müssen Sie konsolidieren?

Wir haben großes Glück, denn dank unserer Steuereinnahmen stehen wir nach wie vor sehr gut da. Wir können deshalb investieren in gute Kindergärten und Schulen, in Fahrradwege und einen guten und modernen Nahverkehr und in Kultureinrichtungen, Freizeit und Sport. Und wir können Weichen stellen, um der größten Herausforderung unserer Zeit, dem Klimawandel entgegenzutreten. Wir können auch für das neue Jahr mit hohen Investitionen planen. Wir wollen das Niveau halten, aber wir müssen auch realistisch bleiben. Denn viele der angestoßenen Projekte laufen über mehrere Jahre, brauchen langen Atem und binden Geld und Personal über Jahre.

Was werden die drei größten und wichtigsten Aufgaben bzw. Projekte des neuen Jahres für Erlangen sein?

Wir haben das Glück, in Erlangen viele tolle große Projekte gleichzeitig anpacken zu können. Auch im kommenden Jahr investieren wir massiv in den Campus berufliche Bildung im Stadtosten. Wir tun weiter alles dafür, dass es mehr bezahlbare Wohnungen gibt. Und wir sorgen für neue und bessere Radwege.

Was denken Sie: Wird es heuer eine Bergkirchweih geben?

Als erster Oberbürgermeister nach dem Zweiten Weltkrieg musste ich die Bergkirchweih zweimal absagen. Mir tut das sehr weh, denn ich liebe dieses Fest und ich hoffe sehr, dass es dieses Jahr wieder klappt. Und wir können alle etwas dafür tun, in dem wir die Pandemie bremsen. Indem wir Kontakte begrenzen, uns an Hygieneregeln halten und vor allem: In dem wir möglichst viele Menschen davon überzeugen, sich impfen zu lassen.

Erlangen hat den Klimanotstand ausgerufen. Wie geht es beim Klimaschutz weiter?

Neben der Pandemie ist das größte Thema ganz klar der Klimawandel. Wir werden gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern sowie Expertinnen und Experten einen Fahrplan Klimaaufbruch erarbeiten. Darin legen wir konkrete Maßnahmen fest, wie wir als Stadtgesellschaft gemeinsam noch vor 2030 klimaneutral werden können. Das ist eine große Herausforderung und ich hoffe und denke, dass es viel Diskussionen geben wird.

Autor:

Uwe Müller aus Nürnberg

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