Erneute Kontrollen im Tennenloher Forst
Mountainbiker und Fußgänger bringen sich in Lebensgefahr!

Hinweis am ehemaligen Truppenübungsplatz Tennenlohe mahnt zur Vorsicht.
  • Hinweis am ehemaligen Truppenübungsplatz Tennenlohe mahnt zur Vorsicht.
  • Foto: Landratsamt Erlangen-Höchstadt/Sicherheit und Ordnung
  • hochgeladen von Nicole Fuchsbauer

ERLANGEN (pm/nf) - Kürzlich hat das Landratsamt Erlangen-Höchstadt gemeinsam mit den Bayerischen Staatsforsten, Naturschutzwächtern und der Polizei­inspektion Erlangen-Land in verschiedenen Waldgebieten des ehemaligen Truppen­übungsplatzes Tennenlohe die Nutzung durch Mountainbiker und Fußgänger überprüft. In letzter Zeit haben die Ämter zunehmende Verstöße gegen die geltende Naturschutzverordnung sowie eine vom Landratsamt Erlangen-Höchstadt erlassene sicherheitsrechtliche Verordnung, die das Betretungsrecht auf dem Gelände regelt, beobachtet.

Trampelpfade sind nicht freigegeben!

Laut dieser Verordnung ist das Betreten, Bereiten und Befahren mit Fahrzeugen aller Art auf allen nicht freigegebenen Wegen unzulässig und kann mit Bußgeld bis 1.000 Euro geahndet werden. Grund dafür: Früher wurde das Gelände für militärische Übungen genutzt. Eventuell noch vorhandene Munition und Sprengkörper in weiten Teilen des ehemaligen Truppenübungsplatzes können für Sportler und Spaziergänger, die sich abseits der Wege aufhalten, gefährlich sein. Trotz des ausgeschilderten Betretungsverbots sind bei der Überprüfung zahlreiche Personen abseits der erlaubten Wege aufgefallen. Das Landratsamt appelliert, das Gebiet ausschließlich auf den befestigten, geschotterten Wegen zu nutzen, welche dafür freigegeben sind.

Naherholungssuchende sensibilisieren

Hinzu kommt, dass insbesondere Mountainbiker die nicht freigegebenen Strecken als Singletrail nutzen und im Waldgebiet kleine Parcours errichten, die ohne Rücksicht auf Zerstörung der Natur sowie Lebensraum geschützter Tierarten angelegt werden. Der überwiegende Teil der Betroffenen zeigte sich bei Aufklärung über das Verbot kooperativ und einsichtig. Anhand der vor Ort festgestellten Personalien werden die Verstöße nun seitens der Kreisverwaltungs­behörde geahndet. Weitere Kontrollen sollen die Besucherinnen und Besucher des Geländes für die Gefahr sensibilisieren und auf lange Sicht bewirken, dass sie ihr Verhalten ändern.
Die entsprechende Verordnung mit Karte ist hier zu finden.

Autor:

Nicole Fuchsbauer aus Nürnberg

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