Raupen-Befall immer stärker: Eichenprozessionsspinner soll vorbeugend bekämpft werden

Immer mehr Bäume befallen. Der Eichenprozessionsspinner wird in Erlangen zunehmend zum Problem. Foto: © conserver / Fotolia.com
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ERLANGEN (pm/mue) - Auf Grund des verstärkten Befalls von Eichen durch den so genannten Eichenprozessionsspinner sieht sich die Stadtverwaltung gezwungen, die Raupen ab dem kommenden Jahr in ausgewählten Bereichen vorbeugend zu bekämpfen. So der Inhalt einer Pressemeldung aus dem Rathaus.

Eine entsprechende Vorlage wurde demnach im Naturschutzbeirat bereits erläutert und besprochen; trotz grundsätzlicher ökologischer Bedenken zeigte der Naturschutzbeirat Verständnis für den Antrag der Verwaltung und befürwortete diesen unter der Maßgabe, dass die vorbeugende Bekämpfung nur in stark betroffenen, kritischen Gebieten unter Anwendung eines strengen Maßstabs durchgeführt wird. Die endgültige Entscheidung muss noch der Umwelt-, Verkehrs- und Planungsausschuss / Werkausschuss EB 77 des Stadtrats treffen.

Für Menschen ungefährliches Toxin

Die Raupe, deren Brennhaare Schleimhautreizungen, aber auch allergische Reaktionen in unterschiedlicher Ausprägung hervorrufen können, hat sich in Erlangen mittlerweile massiv ausgebreitet – im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Zahl der befallenen Bäume mehr als verzehnfacht. Aufgrund von Kapazitätsengpässen der Fachfirmen konnte die Bekämpfung allerdings nicht in jedem Fall sofort erfolgen. Bei den nun angedachten vorbeugenden Maßnahmen ist der Einsatz eines biologischen Insektizids vorgesehen, das nur für freifressende Schmetterlingsraupen toxisch wirkt. Für Menschen ist das Toxin unschädlich, dies gilt ebenso für andere Insekten, Weichtiere und Wirbeltiere. Das Insektizid soll zudem durch die UV-Strahlung rasch abgebaut werden und so den Naturhaushalt nicht belasten. Sobald Maßnahmen anstehen, wird die Öffentlichkeit informiert. Zudem sollen die Lebensbedingungen für die natürlichen Feinde des Eichenprozessionsspinners wie Fledermäuse, Kuckucke und Hornissen verbessert werden, um so die natürliche Bekämpfung zu fördern.

Zu den stark betroffenen Bereichen zählen Angaben zufolge neben dem Bergkirchweihgelände vor allem der Jordanweg und die Burgbergstraße, die Ebrardstraße und in Absprache mit den Eigentümern der Schlossgarten.

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